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Münzen erzählen Zeitgeschichte

Im historischen Kostüm führte Ralf-Peter Tiegs zur Ausstellungseröffnung zu den Schätzen des Spremberger Kulturbundes.
Im historischen Kostüm führte Ralf-Peter Tiegs zur Ausstellungseröffnung zu den Schätzen des Spremberger Kulturbundes. FOTO: Kurtas
Spremberg.. Fast Millionenbeträge sind derzeit im Foyer der Städtischen Werke Spremberg zu sehen. André Kurtas

Anlässlich ihres 40-jährigen Bestehens zeigen die Numismatiker des Spremberger Kulturbundes bis Ende September Münzen, Geldscheine, Medaillen, Abzeichen, Orden, Plaketten und Briefmarken aus der Spremberger Region.
Darunter sind Feuerwehrauszeichnungen von Giesbert Mickan, DDR-Gedenkmünzen von Paul Gonschior, die Luther -Sammlung von Klaus Richter sowie Kleinmünzen und Geldscheinen der DDR, Münzvergleiche, Verfälschungen und Spremberger Notgeld aus der Sammlung von Ralf-Peter Tiegs stellt. Tiegs erklärt zu seinen Ausstellungsstücken: „Es wurden 18 verschiedene werbeständige Notgeldscheine herausgegeben. Damit kann die Stadt Spremberg auf 51 verschiedene Kriegs- und Notgeldscheine sowie auf elf Notmünzen verweisen“ , sagt Ralf-Peter Tiegs.
Ein Hingucker für viele Besucher ist das Strafvollzugsgeld aus der Justizvollzugsanstalt Schwarze Pumpe. In den dortigen Kantinen des Strafvollzugs konnten bestimmte Waren mit diesen Wertscheinen gekauft werden. Geldgeschenke von Verwandten und Angehörigen mussten in Gefängniswertscheine umgetauscht werden, sagt Göran Havenstein.
„Seit 1967“ , so Kulturbundchef Tiegs, „besteht die Fachgruppe Numismatik, der zu DDR-Zeiten einmal rund 60 Mitglieder angehört hatten. Mit der Wiedervereinigung hat sich sich das schnell geändert. Heute zählt die Gruppe im festen Stamm zwölf Mitglieder.“
Jeden ersten Montag im Monat treffen sie sich um 18 Uhr zum Fachsimpeln in den Vereinsräumen des Kulturbundes. Mitstreiter und auch Leute, die einfach mal einen Rat brauchen, seien stets willkommen.
Die Münzfreunde wollen mit einer Aktion im Spätherbst des Jahres 2008 das Gewicht des Spremberger Bürgermeisters gegen DDR-Geld aufwiegen. Die Aktion wurde inzwischen dahingehend erweitet, dass für dieses Vorhaben auch ausländische Münzen, die die Spremberger aus ihrem Urlaub mitbringen, entgegengenommen werden.