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| 01:02 Uhr

Motto 2005: „Sparen für die Zukunft“

Neupetershain.. Eine knappe kommunale Haushaltskasse wird auch dieses Jahr das Leben in der Gemeinde bestimmen. Im Haushalt 2005 sind nur noch Pflichtaufgaben vorgesehen, stellt Bürgermeister Wolfgang Müller fest. Zu einem kulturellen Höhepunkt soll dennoch der Sommerkarneval zu den gemeinsamen Jubiläumsfeierlichkeiten von Welzow, Neupetershain und Proschim werden. Von Ingrid Hoberg

„Sparen für die Zukunft“ - das werde im Jahr 2005 im Mittelpunkt der Gemeindearbeit stehen, meint Bürgermeister Wolfgang Müller. Die Verabschiedung des Haushalts 2005 gestaltet sich schwierig. So sei die Planung von der Kommunalaufsicht in Senftenberg nicht genehmigt worden. „Wir wissen nicht, wo wir noch kürzen sollen, der Haushalt enthält ja nur noch Pflichtaufgaben“ , sagt der Bürgermeister. Neupetershain habe schon gespart, doch die Altschulden würden weiter belasten. Er hofft nun, dass Mitarbeiter der Kreisverwaltung die Einladung zum heutigen Hauptausschuss annehmen, um über Gestaltungsmöglichkeiten zu diskutieren.
Recht zufrieden blickt Wolfgang Müller auf das Jahr 2004 zurück: Radwege wurden gebaut, die Feuerwehr bekam ein neues Gebäude, die Mehrzweckhalle ist fertig geworden, in der Kita wurde manches getan. „Der Hof der Grundschule konnte umgestaltet werden, die alten Baracken sind endlich weg.“ In diesem Jahr sollen die Arbeiten an der Schule weitergehen. Dazu gehört die Instandsetzung der Elektrik und der Spielplatz soll auf Vordermann gebracht werden.
Viel Geld muss Neupetershain auch für den Wohnungsbestand aufbringen. „Es sind Reparaturen notwendig, dafür sind allein 46 000 Euro eingeplant“ , sagt Bürgermeister Müller. Für die Bewirtschaftung des kommunalen Wohnraum sind 130 000 Euro vorgesehen. Die Gemeinde werde nicht umhin kommen, die Mieten bei Neuvermietungen leicht zu erhöhen. „Die Mieten sind nicht mehr zeitgemäß, doch bestehende Verträge gelten weiter“ , betont Wolfgang Müller.
In diesem Jahr will die Gemeinde überwiegend Planungsarbeiten finanzieren, um Bauvorhaben für die Zukunft vorzubereiten. Es soll das Straßennetz in Ordnung gebracht werden, dazu müssten die Bauarbeiten mit dem WAL koordiniert werden. In der Thälmann-, Wittmann-, Bahnhofstraße und teilweise auch in der Spremberger Straße ist die Kanalisation zu sanieren. Das sind Aufgaben für die kommenden Jahre.
Ein Hauptproblem in Neupetershain sind ungeklärte Eigentumsfragen. Zum Teil schwierige Eigentumsrechte müssen bei einigen Grundstücken geklärt werden, die das Ortsbild nicht verbessern. Zu den ehemaligen Glaswerken seien jetzt beispielsweise Gespräche aufgenommen worden, auch mit der Bahn will man bei den immer mehr verfallenden Häuser in der Bahnhofstraße zu einer Lösung kommen, informiert der Bürgermeister.
Erfreut nimmt er zu Kenntnis, dass die Nachfrage nach preisgünstigen Grundstücken von Auswärtigen zunimmt. „Das kann sich nur günstig auf die Einwohnerzahl auswirken“ , meint Wolfgang Müller. Bei rund 1850 Einwohnern hat sich die Statistik in den vergangenen Jahren stabilisiert.
Die Vorbereitungen der gemeinsamen Festtage von Welzow, Neupeters hain und Proschim liegen in den Händen des Festkomitees unter Vorsitz von Martina Fisser. Anfang dieser Woche tagte das Komitee, die Eckpunkte der Feierlichkeiten sind festgelegt. So soll es am 26. Juni einen Frühschoppen am Welzower Rathaus, verbunden mit einem Tag der offenen Tür und einer IBA-Ausstellung geben. Die Veranstaltungen in Neupetershain werden sich auf das Wochenende 1. bis 3. Juli konzentrieren, am Samstag, 2. Juli, findet der Sommerkarneval statt - auch mit dem Sieger des diesjährigen Wettbewerbs der Männerballetts, mit dem NCC. „Es hat sich ein tolles Miteinander entwickelt, viele Bürger und Vereine engagieren sich“ , stellt Martina Fisser fest.