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Motorradfreunde präsentieren ihre alten Schätze

Sven Lamparsky (52) und Sohn Benny (25) starteten am Samstagmorgen zur Ausfahrt in den Spreewald.
Sven Lamparsky (52) und Sohn Benny (25) starteten am Samstagmorgen zur Ausfahrt in den Spreewald. FOTO: mat1
Spremberg. Die Liebhaber von NSU-Motorrädern, benannt nach dem Hersteller-Ort Neckarsulm, haben sich am Wochenende beim Motorsportclub Spremberg getroffen. Unter Regie von Fahrtleiter Hans-Joachim Halaczek (65) fand traditionell das dreitägige vierte NSU-Treffen für Motorräder statt. mat1

"Heute sind nur Zweiräder aus den Baujahren zwischen 1925 und 1945 zugelassen, keine Nachkriegsmodelle", erläuterte er. "Ich persönlich besitze auch mehrere Motorräder, fahre jedoch heute nicht mit in der Kolonne. Sollte einmal ein Liebhaberstück unterwegs schlapp machen, haben wir eine Pannenhilfe dabei." 25 Teilnehmer aus ganz Deutschland gingen in Trattendorf an den Start. In Lederkleidung sowie mit Köfferchen oder Rucksack ging es am Samstag auf Tour durch die Lausitz.

Der Spremberger Sven Lamparsky (52) kennt sich in der Region aus und führte am Samstagmorgen mit Sohn Benny (25) den Motorradtross in Richtung Spreewald an. "Ich persönlich bin zum dritten Mal dabei, fahre ein NSU-Motorrad 501T mit Beiwagen." Das Fahrzeug, Baujahr 1929, habe ihm sein Großvater Hans vererbt. "Früher stand es fast nur in der Garage, als Baby hatte ich schon darauf gesessen", sagt Sven Lambarsky. "Zu DDR-Zeiten war es nicht zugelassen. Doch unser Opa wollte ein Motorrad besitzen." Jedes Motorrad könnte sicherlich eine Geschichte erzählen. Dieses Modell wird jedenfalls nicht geputzt, sondern nur entstaubt, damit es seine originale Farbe bewahrt. Im Jahr 1996 bekam es den Segen vom Tüv, und seitdem ist es regelmäßig im Einsatz. "Ein sehr robustes Fahrzeug, das mich auch noch nicht im Stich gelassen hat", so Sven Lamparsky. "Größtenteils sind die NSU-Liebhaber auch alles Schrauber, die sich im Notfall selbst behelfen könnten, wenn das Fahrzeug streikt."

Bei einer Gesamtstrecke von 150 Kilometern ging es am Samstag in den Spreewald, nach Lübbenau und Burg. Am Samstagnachmittag versammelten sich die Teilnehmer in gemütlicher Runde wieder beim MC Spremberg. Dort wurden die Fahrzeuge im Rahmen eines kleinen Oldtimermarktes ausgestellt.