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| 16:00 Uhr

Einsatz gegen Schlaglöcher in Spremberg
Asphalt dampft bei 180 Grad

In glühender Hitze arbeiten die Fachleute der Straßenmeisterei.
In glühender Hitze arbeiten die Fachleute der Straßenmeisterei. FOTO: LR / René Wappler
Spremberg. Mitarbeiter der Straßenmeisterei bessern die Dresdener Chaussee in Schwarze Pumpe aus.

Da dampft der Asphalt. Mitarbeiter der Straßenmeisterei des Landkreises reparieren derzeit die Dresdener Chaussee in Schwarze Pumpe. Sie fräsen Schlaglöcher aus und füllen sie mit heißem Mischgut, das eine Temperatur von 180 Grad Celsius erreicht. Wie Sachgebietsleiter Frank Kuckert mitteilt,  widmen sich die Angestellten des Landkreises auch den Beschwerden der Einwohner und ihres Ortsbeirats über den Verkehrslärm in ihrem Wohngebiet.

Die Hitze knallt von oben, die Hitze knallt von unten. Neben dem Supermarkt in der Dresdener Chaussee bessern die Arbeiter ein weiteres Schlagloch aus. Das Mischgut fällt als zäher Brei aus dem Fahrzeug auf den Asphalt, und sie streichen es mit Schiebern glatt. Danach verdichten sie es mit einer Walze. Trotz der hohen Temperatur tragen sie dicke Handschuhe. Der Arbeitsschutz geht vor.

Die Schlaglöcher zeugen von einer Jahreszeit, die sich manche Menschen wohl so schnell wie möglich wieder herbeiwünschen würden. Es handelt sich um Frostschäden aus dem vergangenen Winter. Vom Kreisverkehr am nördlichen Rand des Spremberger Ortsteiles bis zur Tankstelle im Süden rücken die Mitarbeiter der Straßenmeisterei vor. Bis zum Ende dieser Woche wollen sie fertig sein.

Ohnehin gilt Schwarze Pumpe für die Mitarbeiter des Landkreises momentan als ein Schwerpunkt. Dazu trägt der geplante Bau der Südstrecke zum Industriepark bei. Zwar haben die Angestellten des Spremberger Rathauses bislang noch keine offizielle Zusage für Fördermittel erhalten, wie Fachbereichsleiter Gerd Schmiedel in dieser Woche mitteilte. Doch sie rechnen nach wie vor damit, dass sie in den nächsten Tagen eintrifft. Gerd Schmiedel erläutert: „Sobald die Zusage kommt, schreiben wir die Planung für das Projekt aus.“ Dieser nächste Schritt sei bereits detailliert vorbereitet.

Auch Frank Kuckert von der Kreisverwaltung sagt: „Die Südanbindung wird gebaut, und wir gehen davon aus, dass sie das Lärmproblem in Schwarze Pumpe mildert.“

Der Ortsbeirat hatte sich beim Landkreis über den Schwerlastverkehr im Ortsteil beschwert. Ortsvorsteher Göran Richter (SPD) sagt, täglich seien 4000 bis 4500 Fahrzeuge in Schwarze Pumpe unterwegs. Daran habe sich in den vergangenen Jahren nichts mehr geändert. Zudem seien die Einwohner an der Dresdener Chaussee den Erschütterungen ausgesetzt, die Lastwagen auf ihren Touren verursachen. „Wir sind für den Industriepark und für die Arbeitsplätze in Spremberg“, sagt Göran Richter. „Aber das geht nur gemeinsam mit den Einwohnern.“

Nach seiner Beschwerde inspizierten die Mitarbeiter der Kreisverwaltung die Dresdener Chaussee. Sachgebietsleiter Frank Kuckert sagt: „Anders als vom Ortsbeirat geschildert, haben wir die Erschütterungen nicht festgestellt.“

Nun hatte der Ortsbeirat auch dafür plädiert, die Mittelinsel am Abzweig zur Alten Ziegelei zu entfernen. Mitglied Roland Linke erklärt: „Vielen Lastwagen gelingt es nicht einzubiegen, ohne über die Insel zu fahren.“ Nach seinen Worten würde es vielleicht schon genügen, ihren Rand abzusenken.

Verschwinden wird die Insel in absehbarer Zeit nicht. Das stellt Frank Kuckert von der Kreisverwaltung klar. „Wir werden allerdings die Kreuzung zur Alten Ziegelei noch einmal ausfräsen“, kündigt er an. „Das sollte ursprünglich schon im April oder Mai passieren, ist nun aber für den Herbst geplant.“