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| 01:06 Uhr

Mit Schloss-Sanierung bestens im Zeitplan

Hornow.. Die Sanierung des Schlosses in Hornow schreitet in großen Schritten voran. Das Bauvorhaben, das seit September läuft, soll nun bis Ende Mai abgeschlossen sein. Bernd-Volker Brahms

Neben einem Eigenanteil der Gemeinde in Höhe von 71 000 Euro werden 213 000 Euro vom Amt für Flurneuordnung in Luckau investiert. Das üppige Gebäude soll als Gemeindezentrum genutzt werden. Ein nun neu gegründeter Heimatverein wird sich um die Organisation kümmern.
Seit sechs, sieben Jahren machen sich die Gemeinde-Vertreter in Hornow-Wadelsdorf Gedanken über die Sanierung des Schlosses. „Es wurde bereits eine jahrelange Vorarbeit geleistet“ , sagt Bürgermeister Wolfgang Jazosch, „es ist Zufall, dass die Umsetzung jetzt bei uns liegt“ .
Erst 2004 hatte man die Finanzierung hinbekommen, die Aufbringung des Eigenanteils sei immer das Problem gewesen. Für 2004 habe die Gemeinde 35 000 Euro eingesetzt, in 2005 folgen noch einmal 36 000 Euro. „Wir mussten das auf zwei Jahre verteilen, sonst wäre es nicht gegangen“ , sagt Wolfgang Jazosch. Vom Amt für Flurneuordnung waren Mitte des vergangenen Jahres 213 000 Euro bewilligt worden.

Die Heizungen sind drin
Derzeit wird das Erdgeschoss des Hauses denkmalgerecht saniert, wie der Bürgermeister sagt. Neben der Herrichtung der Wände und Decken wurden Heizungen installiert, Elektrokabel neu verlegt und das Parkett abgeschliffen. „Erst in einem zweiten Schritt werden wir uns auch um die Fassadengestaltung und den Park kümmern“ , sagt Wolfgang Jazosch.
Nach Angaben von Bauplaner Hartmut Dainz liegen die Arbeiten im Zeitplan. Gewisse Schwierigkeiten würden sich immer wieder mit dem Denkmalschutz ergeben. "Das ist immer ein Kompromiss", sagt Hartmut Dainz. Beispielsweise wollen die Hornow-Wadelsdorfer Gemeindevertreter im Kaminzimmer eine geblümte Tapete haben, damit sich die Blumen vom Kamin auch an der Wand wiederfinden. Der Denkmalschutz plädiere jedoch für einen dunklen Anstrich.

Fest wird schon geplant
Fast täglich ist Lothar Hendrischk auf der Baustelle zu finden. Der Hornower Ortsbürgermeister beobachtet den Fortgang der Arbeiten. Man will das fertige Gebäude im Mai mit einer Veranstaltung eröffnen. „Die Planung laufe schon jetzt“ , so Jazosch.
Darüber hinaus hat sich in Hornow-Wadelsdorf mittlerweile ein Heimatverein konstituiert, der in Zukunft für das Schloss zuständig sein wird. „Das muss alles in einer Hand liegen“ , findet der Bürgermeister. Genutzt werden soll das Gebäude, in dem im Obergeschoss sechs Mietwohnungen untergebracht sind, als Gemeindezentrum. Alle Vereine des 700-Seelen-Ortes sollen hier in Zukunft Aktivitäten entfalten können. Darüber hinaus wird auch die Bücherei in verschönerten Räumen untergebracht. Für die Inbetriebnahme investiert die Gemeinde außerdem noch 5000 Euro in Küchenmöbel und 3500 Euro in Geschirr. „Da müssen wir schon einigermaßen ausstatten“ , sagt Wolfgang Jazosch.
Es ist allerdings keine kommerzielle Nutzung für das Schloss geplant. „Das würde auch den Bedingungen für die Fördergelder widersprechen“ , sagt der Bürgermeister.
Es werde daran gedacht, mit Hilfe des Heimatvereins die Historie des Schlosses aufzuarbeiten. Man stehe mit Nachfahren der Familie Wilkens, denen der Herrschaftssitz einst gehörte, in Verbindung. Auch an die Schwedische Botschaft habe man sich bereits gewandt. Die diplomatische Vertretung der Skandinavier war in den letzten Monaten des Zweiten Weltkrieges in Hornow untergebracht. Vielleicht könnten sie Dokumente oder finanzielle Unterstützung leisten, glaubt Lothar Hendrischk, der Hornower Ortsbürgermeister.
Ohnehin müsse man sich überlegen, wie die Wände nach der Sanierung auch mit Bildern gestaltet werden können, sagt Wolfgang Jazosch. „Das Haus muss mit Leben gefüllt werden“ .