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| 01:04 Uhr

Mit Nudel-Rädern klingeln fürs Niederlausitzer Reisegebiet

Während an der Statistik des zurückliegenden Tourismusjahres nicht mehr viel zu drehen ist, wird um so intensiver an der Vorbereitung der neuen Saison gearbeitet. Mit einem Plus von neun Prozent bei den Übernachtungen bis Ende September kann sich Kathrin Winkler, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Niederlausitz mit Sitz in Spremberg, jedoch über ein beachtliches Ergebnis freuen. Von gabi Böttcher

Unter den Reisegebieten des Landes Brandenburg habe nur noch das Ruppiner Land mit einem Plus von zehn Prozent ein solches Resultat vorzuweisen. Im Niederlausitzer Verbandsgebiet, das sich von Guben über Forst und Spremberg bis hinunter zum Senftenberger See erstreckt, würden allerdings mehr als die Hälfte aller Übernachtungen am Senftenberger See zu Buche schlagen. „Wenn es dort Schwankungen gibt, dann spüren wir das ganz deutlich“ , so Kathrin Winkler. Im ersten Quartal des Jahres allerdings, als der See noch im Winterschlaf lag, sei das Plus von 13,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr vor allem der Spremberger Papierfabrik zuzuordnen. Insgesamt sind bis Ende September im Verbandsgebiet rund 342 000 Übernachtungen und knapp 120 000 Gäste registriert worden. Dabei fließen in diese Statistik nur Einrichtungen mit mehr als neun Betten ein. Die Verweildauer ging allerdings über 2,9 Tage im Durchschnitt nicht hinaus, im Land Brandenburg liegt sie bei 2,8 Tagen. „Daran wird sich auch nicht allzu viel ändern“ , will Kathrin Winkler keine Illusionen nähren. Der Trend ginge nun mal in Richtung Kurzreisen. Dass jemand hier 14 Tage zum Radfahren Station mache, sei kaum realistisch. Auf einer neu in Vorbereitung befindlichen Radwanderkarte des Landes Brandenburg sei die Niederlausitz mit vier Fernradwegen vertreten - dem Spree-, dem Oder-Neiße-, dem Fürst-Pückler-Radweg und der Niederlausitzer Bergbautour. Zur Internationalen Tourismusbörse in Berlin im März soll die Karte in A 1-Größe vorliegen und 60 000-mal in die Niederlausitz kommen. Was die Werbetour des Tourismusverbandes im kommenden Jahr angeht, so stehen zwischen Januar und März allein vier Radmessen auf dem Programm: in Stuttgart, Bremen, Hildesheim und Karlsruhe. Dafür werden schon jetzt kleine Werbetütchen mit Nudeln gepackt, die die Form von Fahrrädern haben. Natürlich ist darin mit der Internetadresse www.niederlausitz.de auch der Pfad in die hiesige Reiseregion beschrieben. Das Internet spiele ohnehin eine immer größere Rolle im Tourismusgeschäft, weiß Kathrin Winkler aus eigener Erfahrung. Von Januar bis Oktober dieses Jahres sei ein Plus von 60 Prozent bei Besuchern auf der Internetseite des Verbandes zu verzeichnen. Hier werde auch die Befragung von Gästen zu ihren Erfahrungen auf den Radwanderwegen der Region fortgesetzt. Eine spezielle Befragung sei im kommenden Jahr im Forster Raum zum Oder-Neiße-Radweg zu erwarten.
In Vorbereitung sind gegenwärtig die Ferienzeitung, die zur ITB am 8. März auf dem Tisch liegen soll, ein Ferienjournal zum Lausitzer Seenland und das neue Gastgeberverzeichnis, mit dem bereits bei der Dresdener Reisemesse im Januar geworben werden soll. Beteiligt ist der Tourismusverband an einer neuen Broschüre zur Industriekultur in der Lausitz, in der sich unter anderem die Glashüte Döbern und das Textilmuseum in Forst wiederfinden werden. Dass zu den vom Deutschen Tourismusverband vergebenen „Roten I“ für anerkannte Touristinformationen nun neben Guben, Forst, Spremberg, Senftenberg, dem Lausitzring und der Rezeption im Ferienpark am Senftenberger See auch die IBA-Terrassen in Großräschen hinzugekommen sind, freut Kathrin Winkler im Rückblick auf die Saison. Sie kann damit einen weiteren Mosaikstein bei der Profilierung des Reisegebietes Niederlausitz registrieren.