Auch der Bundesrat tagte, er beschäftigte sich aber mit einer Reform der Tabak- und Reichserbschaftssteuer. Eine Reichswehrsteuer (die LR und der Stadtanzeiger berichteten) ist nicht vorgesehen . Aber eine Reichsfinanzreform wird angemahnt. Merken Sie was„ Wir auch, sogar nach 100 Jahren.
Der Monat wechselte und damit waren neue Bauernregeln fällig. Herr Saebisch schrieb sie sicherlich aus einem Kalender ab, so wie wir heute aus dem Spremberger Stadtanzeiger. Zu Beginn etwas Trost: „Ein trüber regnerischer Oktober ist des Landmanns Freude heißt es doch in den alten Bauernregeln: … Nichts kann mehr vor Raupen schützen, als der Oktober erscheint mit Pützen. … Oktober rau, Januar flau. … Trägst's Häschen lang sein Sommerkleid, so ist der Winter auch noch weit, ist aber rau der Hase, erfrierst du bald die Nase.“ Neben den Regeln für den Monat waren auch auf den Tag bezogene Regeln im Angebot. „Am 31. Oktober: Wolfgang Regen verspricht ein Jahr voller Segen.“
Eine kleine Ergänzung noch zum Oktober. Er war auch als Weinmonat bekannt und deshalb Herrn Saebischs Lieblingsmonat. Unserer auch, aber wegen der Hopfenernte.
Jetzt werden wir amtlich und zitieren aus den damaligen Polizeiberichten. Die Autofahrer fälschten bereits damals die Kennzeichen, um unerkannt zu bleiben. Deshalb wurde wieder einmal die Polizeiverordnung über den Verkehr mit Kraftfahrzeugen vom 8. Juli 1901 abgedruckt. Es reichte dazu eine Seite im Spremberger Stadtanzeiger. Es waren nur 37 Paragrafen. Der letzte lautete: „Diese Verordnung tritt am 1. September 1901 in Kraft.“ Und: „Der Polizeivolzugsbeamte Eduard M. hat am 1.10. 1905 sein 50-jähriges Dienstjubiläum im Dienste der Stadt.“
Dann veröffentlichte der Spremberger Stadtanzeiger noch einen sehr interessanten Nachdruck aus der britischen Zeitung "Truth". Es ging um den Menschen der Zukunft. Eine kleine Auswahl aus den insgesamt zwölf Fragen und den Antworten wollen wir Ihnen nicht vorenthalten: „Können Sie schreiben. Antwort: Nein ich benütze einen Maschinenschreiber. … Können sie gehen“ Nein ich benütze ein die Elektrische, die Eisenbahn, ein Motorrad oder ein Automobil. … Können sie in irgend einer politischen, künstlerischen, literarischen oder sonstigen Frage eine persönliche, unabhängige Meinung abgeben„ Nein, ich gehöre einer organisierten politischen Partei an und richte mich in meinen politischen Ansichten genau nach den Parteiführern. Was Literatur und Kunst anbetrifft, so erhalte ich meine Eindrücke aus den Zeitungen und Zeitschriften, und im übrigen folge ich der öffentlichen Meinung.“ Herr Saebisch meinte dazu vor - wohlgemerkt - 100 Jahren: „Sollte dieser Mensch der Zukunft mit einigen Einschränkungen nicht bereits in der Gegenwart zu finden sein““ Wir haben dazu keine Meinung, Sie verstehen sicherlich warum.

Der Witz Die höhere Instanz
 Schutzmann zu einem Herrn, der sich an einer sehr belebten Straßenecke aufgestellt hat: "Bitte, weiterzugehen! An dieser Ecke dürfen Sie nicht stehen bleiben!" - "Meine Frau hat aber ausdrücklich gesagt, ich soll hier warten!"