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| 18:40 Uhr

Welzow
Von Welzow über Terpe nach Spremberg und zurück

Welzow/Spremberg. Mit Dichtwandbau droht Sperrung. Für Pulsberger Brücke wird wirtschaftlichste Lösung gesucht.

Auch wenn der Teilabschnitt I des Tagebaus Welzow-Süd sich bis zum Jahr 2033 hinzieht, soll Welzow und Spremberg eine neue Straße verbinden. Das bestätigt Thoralf Schirmer, Pressesprecher der Leag. „Nach unseren Planungen könnte die Straße nach 2025 hergestellt werden, wenn dies im Genehmigungs- und Beteiligungsprozess für notwendig erachtet wird.“ Die Braunkohlenpläne für den Tagebau gelten, die Ziele seien für die Lausitz Energie Bergbau AG verbindlich. Die Straße über die Kippenfläche werde nördlich von Welzow ins Straßennetz eingebunden.

Das Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe prüft derzeit sämtliche Stellungnahmen zur beantragten Laufzeitverlängerung für den Tagebau. Die Stadt Welzow hat in ihrer Stellungnahme die Wiederherstellung einer Verkehrsbeziehung nach Spremberg betont. Noch ehe die L 522 in Höhe der ehemaligen Ortslage Haidemühl vom Tagebau unterbrochen wird, soll die neue Verbindung im Ausbaustandard einer Landesstraße hergestellt sein, fordern die Welzower.

Noch in diesem Jahr wird aber der öffentliche Straßenverkehr im  Streckenabschnitt über Schacht 3 geschlossen. „Er erfolgt mit dem Umzug der Tagesanlagen nach Schwarze Pumpe. Im Herbst zieht die Belegschaft um, danach beginnt der Rückbau der Tagesanlagen“, erklärt der Leag-Sprecher. Er versichert aber, dass zu diesem Zeitpunkt die Betriebsstraße von Haidemühl in Richtung Montageplatz und Terpe wieder für den öffentlichen Straßenverkehr freigegeben sein wird. Der Zeitplan ist eng gestrickt.. Denn für den Bau der Dichtwand sei das Dichtwandgerät  von Mitte März bis Ende November zwischen dem ehemaligen Schacht 2 und dem Betriebsstraßen-Abzweig Bluno unterwegs. „Deshalb“, kündigt Schirmer an, „wird dieser Straßenabschnitt zeitweise gesperrt sein.“ Eine Umleitung werde ausgeschildert.

Ärgerlich bleibt in dem Zusammenhang die fortdauernde Sperrung der Brücke in Pulsberg. Wie Gerd Schmiedel,  Fachbereichsleiter für Bauen und Planen in Spremberg, bestätigt, sei für die Brücke noch immer kein Geld im Haushalt. Aber, so weckt er Hoffnung, eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung sei angeschoben. Sie kläre, was wirtschaftlich die beste Lösung für die Brücke wäre.