ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:35 Uhr

Mit der Kamera stundenlang im Tarnversteck

Der 33-jährige Spremberger Fotograf Lennert Piltz, der sich der Natur- und Tierfotografie zugewandt hat, ist auf Erkundungstour für die nächsten Motive am Spremberger Stausee. Am heutigen Montag eröffnet er seine erste Ausstellung.
Der 33-jährige Spremberger Fotograf Lennert Piltz, der sich der Natur- und Tierfotografie zugewandt hat, ist auf Erkundungstour für die nächsten Motive am Spremberger Stausee. Am heutigen Montag eröffnet er seine erste Ausstellung. FOTO: Anja Guhlan/ang1
Spremberg. Erst vor drei Jahren fing bei dem Spremberger die Leidenschaft für das professionelle Fotografieren der Natur und vor allem der Tiere an. Seitdem ist er um einige Erfahrungen in diesem Metier reicher und eröffnet am heutigen Montag seine erste Ausstellung. Anja Guhlan / ang1

Lennert Piltz befindet sich gerade auf Erkundungstour. Stundenlang beobachtet er die Natur, Seeadler, die über dem Stausee kreisen oder Füchse, die durch den Wald schleichen. Der 33-Jährige möchte die besten Zeiten und Orte erkunden, um sich einige Tage später mit seiner Kamera in ein Tarnversteck zu legen, um das beste Tiermotiv vor die Kameralinse zu bekommen. "Als Natur- und Tierfotograf muss man eine gute Beobachtungsgabe haben. Und vor allem viel Geduld und Ruhe", meint er gleich zu Beginn.

Der naturbewusste Spremberger hielt sich schon immer gerne in der Natur auf, vor drei Jahren entdeckte er aus 30 Meter Entfernung einen fliegenden Seeadler. "Diesen wunderschönen Anblick des Adlers als Foto einzufangen, war seither mein Ziel und Auslöser für die professionelle Fotografie", erzählt Lennert Piltz.

Den Seeadler und auch weitere Tiere wie Füchse, den Eisvogel oder den Feldhasen hat er schon vor die Linse bekommen. "Das Zusammenspiel von Natur und Mensch ist mir wichtig und diese Botschaft will ich mit meinen Bildern weitertragen", so der 33-Jährige.

Gerne würde er einmal den Wiedehopf und den Wolf vor die Kameralinse bekommen. Dabei muss ein Foto nicht absolut perfekt sein. "Das Motiv und das Licht sind entscheidend", so der Fotograf. Von der Naturfotografie leben kann der gelernte Koch noch nicht. Obwohl seine Bilder alle käuflich zu erwerben sind.

An der Naturfotografie liebt er die Ruhe. "Beim Fotografieren kann ich runter kommen, abschalten vom Alltag und die Natur erleben. Mich fasziniert extrem der Wandel, den die Lausitzer Landschaft nach den verschwundenen Tagebauen nun durchzieht", so Lennert Piltz, der auch leidenschaftlicher Angler und als Ehrenamt in Angelvereinen tätig ist. Umso mehr ärgert es ihn, wenn er vermüllte Ecken im Wald findet. "Die Natur sollte jeder achten und schützen", meint er.

Das Fotografieren und sein umfangreiches Wissen über die Tiere, die er fotografiert, hat er sich selbst beigebracht. "Ich habe viele Dokumentationen gesehen, viele Fachbücher gelesen und Bestimmungsbücher stets bei der Hand, um mehr über meine Motive zu erfahren", erzählt er. Beim Fotografieren hat das zahlreiche Aus- und Herumprobieren sowie das Lesen von Fachmedien geholfen. "Klar, gab und gibt es da manchmal Misserfolge. Aber ich höre deshalb nie auf, sondern fotografiere einfach weiter."

In den Wintermonaten, wenn die Naturfotografie nahezu unmöglich ist, wendet sich Lennert Piltz in seinem Fotolabor dem experimentellen Fotografieren von Tropfen zu. "Mittels Hochgeschwindigkeitskamera entstehen beim Aufschlagen von Tropfen auf die Wasseroberfläche einzigartige Wasserskulpturen und -gebilde", erklärt der gebürtige Spremberger.

In seiner nun ersten Ausstellung am heutigen Montag im SWAZ Spremberg wird Lennert Piltz 27 Fotografien seines gesamten Spektrums aus Natur-, Tier- und Tropfenfotografie ausstellen. Um 10 Uhr wird die Ausstellung, die im Anschluss noch bis zum 28. April zu sehen sein wird, eröffnet.

Gleichzeitig sind im Spremberger Krankenhaus 20 seiner Bilder im Foyer zu sehen. Dass gleich zwei Einrichtungen seine Bilder jetzt der Öffentlichkeit zeigen wollen, macht ihn stolz. "Ich bin froh und dankbar, meine Bilder jetzt präsentieren zu dürfen", so der Spremberger. In Zukunft möchte er gerne weitere Ausstellungen mit seinen Bildern bereichern.

Mehr Informationen und Bilder von Lennert Piltz auf

www.lpphotographics.de