Darunter hat der Löschpanzer einen der Ehrenplätze, weil es sich dabei um eine absolute Rarität handelt, nirgends auf der Welt in dieser Art noch einmal zu sehen. Unter den inzwischen mehr als 30 sehenswerten Fahrzeugen des Museums befindet sich auch ein Flughafenlöschfahrzeug der Marke Kronenberg und jede Menge technische Exponate geringeren Ausmaßes, die das Herz von Feuerwehrleuten und Technikbegeisterten höher schlagen lassen. Und schließlich der Knüller: Eine Feldbahn soll Besucher auf einer etwa einen Kilometer langen Strecke zum bereits etablierten Proschimer Mühlen-Museum führen. Zunächst mit einem Wagen startend, in dem acht Personen Platz finden, denkt Roland Bartusch an die Anschaffung weiterer Hänger. Und sogar an eine Verlängerung der Strecke weiter durch den Ort und vielleicht sogar nach Welzow . . . Doch das hat noch ein wenig Zeit. Ganz im Gegensatz zum Aufbau des Parkes. Mit der Umsiedlung von Haidemühl bis Ende kommenden Jahres will der Verein mit seinem Feuerwehrmuseum Schritt halten. Jedoch nicht in Richtung Sellessen wie die meisten der Einwohner. „Da fast alle Vereinsmitglieder in dieser Gegend bleiben und nur einer nach Sellessen geht, bot sich ein Zusammengehen mit Welzow und dem Landtechnikverein in Proschim an“ , blickt Roland Bartusch überzeugt auf das Projekt, einen gemeinsamen Ausstellungspark zu schaffen. Denn was der Proschimer Verein an historischem landwirtschaftlichem Gerät zu zeigen hat, ist auch nicht von schlechten Eltern. Hier hatte man schon lange zuvor die Idee, den großen Fundus an Ausstellungsstücken in einer größeren Halle unterzubringen und Besuchern dauerhaft in einer attraktiven Ausstellung zu präsentieren. Mit der Stadt Welzow wurden inzwischen viele Fäden gezogen, um die Grundlagen für den künftigen Feuerwehr- und Landmaschinenpark zu schaffen. Ein Planungsbüro aus Trebendorf ist in Zusammenarbeit mit der Stadt und den Vereinen dabei, am Projekt die Feinarbeiten auszuführen. Büro-Chef Jürgen Friebel ist die Begeisterung anzumerken, wenn er von den 1500 Besuchern spricht, die im Durchschnitt im Jahr das Haidemühler Museum aufgesucht haben. Und das, obwohl es bi sher nur an Sonntagen zwischen Mai und Oktober und nach vorheriger Absprache auch an anderen Tagen geöffnet hat. Mit dem Drei- bis Vierfachen rechnet Roland Bartusch am neuen Standort. „In diesem Jahr soll die Feldbahn fertig sein und, wenn alles klappt, mit dem Bau der Ausstellungsgebäude angefangen werden“ , wünscht er sich. Im kommenden Jahr wolle der Verein mit seinen derzeit 14 Mitgliedern die Technik von Haidemühl nach Proschim gebracht haben.
Für den Welzower Bauamtschef Rainer Schmidt stellt sich das Vorhaben als geeigneter Mosaikstein in dem Bestreben der Welzower dar, Gästen der Stadt neben der Möglichkeit des Tagebautourismus weitere Angebote zu unterbreiten. Bis zur Ziellinie sind jedoch noch einige Hürden zu überspringen. So stehe man mit der Landwirte GmbH in Verhandlungen, um die Trasse für die Feldbahn zu sichern. Man müsse auf berechtigte Interessen der Landwirte eingehen, wenn deren Betriebsflächen durch die Trasse in Anspruch genommen werden. Auch hinsichtlich der Finanzierung ist noch nicht alles in Sack und Tüten. Fördermittel seien beantragt, eigene Mittel vorgesehen. Parallel sei am Konzept für die künftige Bewirtschaftung des Parks zu arbeiten. Diese, so Rainer Schmidt, müsse kostendeckend durch die Vereine erfolgen.

Zum Thema Ausstellungspark
  Im künftigen Feuerwehr- und Landmaschinenpark in Proschim sollen neben der Nutzung einer vorhandenen Hofstelle auch neue Ausstellungsflächen und -hallen entstehen.
Das Areal des Parkes erstreckt sich auf rund 17 000 Quadratmetern.
Einbezogen in die Planungen ist auch das Gelände des ehemaligen Betonwerkes mit nochmals rund 14 000 Quadratmetern. Hier ist ein Depot- und Instandhaltungsbereich für die vorhandene und neu hinzukommende Technik vorgesehen.
Eine Feldbahn soll das Ausstellungsgelände mit dem Proschimer Mühlenmuseum verbinden.