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| 20:29 Uhr

Vereinsleben
Mit der Draisine zum Siedlerfest am Wasserturm

 Nach alter Tradition wurde der noch amtierende Schützenkönig Volker Gregor zu Hause abgeholt – und zwar mit einer Draisine, auf der er den Weg zur Sparte zurücklegen musste.
Nach alter Tradition wurde der noch amtierende Schützenkönig Volker Gregor zu Hause abgeholt – und zwar mit einer Draisine, auf der er den Weg zur Sparte zurücklegen musste. FOTO: Detlef Bogott
Spremberg. Kuno Lubig ist der neue Sparten-Schützenkönig und löst Volker Gregor ab. Von Detlef Bogott

Ein Tross fröhlicher Leute zog am Samstag von der Heinrichsfelder Allee zur Gartensparte ,,Am Wasserturm". Das Siedlerfest findet stets eine Woche nach dem Heimatfest statt. Am Spremberger Wasserturm pflegen die Kleingärtner ganz eigene Bräuche. Seit Jahren ist es Sitte, dass der Schützenkönig des Vorjahres in einem Kostüm erscheint. Landete noch im vergengenen Jahr ein silberfarbenes Ufo auf zwei Beinen in der Gartensparte, hatte man sich in diesem Jahr einen neuen Spass ausgedacht. Die Gartenfreunde holten ihren noch amtierenden Schützenkönig zu Hause ab. Volker Gregor staunte nicht schlecht, denn wieder war es etwas sehr Außergewöhnliches, was Spartenvorsitzender Gert Kurzner da vom Autohänger ablud. Das unbekannte Vehikel entpuppte sich schließlich als Draisine. Der Spremberger Gerd Lischke hatte den „Draisinenbau Serie No. 1“, wie ein Schild zeigte, zur Verfügung gestellt. Aber es ist keineswegs einfach, ein solches Fortbewegungsmittel zu bedienen. Nach einigen lustigen Fahrversuchen und vielen guten Ratschlägen aller Beteiligten klappte es schließlich ganz gut und der Tross zog zur Sparte.

Auf der Schießanlage der Gartensparte wetteiferten die Teilnehmer des traditionellen Königsschießens um die Ehre des diesjährigen Schützenkönigs. Unter den 33 Schützen waren zwölf Frauen, die sich an der Armbrust versuchten. Nach etwa vier Stunden stand der diesjährige Schützenkönig der Gartensparte ,,Am Wasserturm" fest: Kuno Lubig erwies sich als am treffsichersten und darf diesen Tietel nun ein Jahr lang tragen.

Das Schießen auf den bunten Vogel hat allen Spaß gemacht, so der stellvertretende Spartenvorsitzende Klaus Kroll, den vor einigen Jahren selber der entscheidene Treffer gelungen war und so zu Königswürden kam. Nur für ein Kaffee-Päuschen ließ man die Armbrust beim neuen Königsschießen kurz ruhen. Nebenan auf einer Wiese gab es Spielmöglichkeiten für die Kinder. Nach dem Abendbuffet und dem Grillen fand um 20 Uhr die Siegerehrung mit der Bekanntgabe des neuen Schützenkönigs statt.

Acht Familien hatten sich in diesem Jahr besonders hervorgetan, um das Spartenfest zu organisieren und einen schönen Ablauf des Festes abzusichern. Die am weitesten angereisten Gäste kamen in diesem Jahr aus Österreich. Am Abend durfte wieder lange getanzt werden.

Die Gartensparte „Am Wasserturm“ besteht seit 1985 und entstand für die damals abgebaggerten Dörfer. Mit ihren über 50 Gartenparzellen und einem Vereinsdomiziel kann sich das kleine Erholungsgebiet durchaus sehen lassen, findet Klaus Kroll.

 Nach alter Tradition wurde der noch amtierende Schützenkönig Volker Gregor zu Hause abgeholt – und zwar mit einer Draisine, auf der er den Weg zur Sparte zurücklegen musste.
Nach alter Tradition wurde der noch amtierende Schützenkönig Volker Gregor zu Hause abgeholt – und zwar mit einer Draisine, auf der er den Weg zur Sparte zurücklegen musste. FOTO: Detlef Bogott