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Mit dem Motorrad ins Land von Dschingis Khan

Alles gepackt: Gestern ist André Pawelczynski in die fast 8000 Kilometer entfernte Mongolei gestartet.
Alles gepackt: Gestern ist André Pawelczynski in die fast 8000 Kilometer entfernte Mongolei gestartet. FOTO: Detlef Bogott/dbo1
Spremberg. Go East: André Pawelczynski aus Spremberg und sein Kumpel Steffen Ehlert hat das Reisefieber gepackt. Sie touren für drei Monate in die Mongolei. dbo1

,,Wenn einer eine Reise tut, so kann er was erzählen", wusste schon der deutsche Dichter Matthias Claudius (1740-1815). Mit Sicherheit etwas erleben werden auch der Spremberger André Pawelczynski und sein Kumpel Steffen Ehlert, ein ehemaliger Spremberger, aus Berlin. Beide gehen auf große Reise. Mit ihren Motorrädern, einer KTM 690 Enduro R und einer Yamaha 660 Teneree, wollen sie durch Polen, Weißrussland, Russland und an der kasachischen Grenze entlang bis in die Mongolei fahren.

Per Flugzeug würde man die Strecke in knapp neun Stunden hinter sich bringen, mit dem Motorrad wird die 7790 Kilometer lange Tour in die Hauptstadt Ulan-Bator etliche Tage in Anspruch nehmen. Für André Pawelczynski und Steffen Ehlert ist der Weg das Ziel. In etwa drei Monaten wollen die beiden wieder zurück sein.

Schon vor sechs Jahren haben beide eine siebenwöchige Tour auf die Halbinsel Krim unternommen. Auf dem Tourenplan standen damals Kroatien, Albanien, Bulgarien und Rumänien. Die derzeitige Tour dürfte schon von den Temperaturunterschieden extremer werden. Zwischen Tag und Nacht könne der Unterschied mehr als 30 Grad Celsius betragen, so André Pawelczynski. In den Becken sowie in der Wüste Gobi, wo winterliche Temperaturen von unter minus 40 Grad auftreten, erreicht die sommerliche Erwärmung Maximalwerte von 45 Grad.

Viele Sachen haben beide nicht im Gepäck, aber beide sind auf alles eingerichtet. Auch das Nötigste an Verpflegung ist an den Motorrädern verstaut. Auf der Internet-Seite spremberger-land.de werden beide von ihrer Tour durch die Mongolei, die viereinhalb Mal so groß ist wie Deutschland, berichten. Nach ihrer Rückkehr gibt es dann einen ausführlichen Reisebericht über das mit drei Millionen Einwohnern am dünnsten besiedelte Land der Erde zwischen Zentral-, Nord- und Ostasien.

Über ihre Tour wollen die zwei Motorradfans auf www.spremberger-land.de berichten.