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| 01:08 Uhr

Mit Ausbildungsbetrieben im Gespräch

Spremberg.. Die Zeit der Bewerbungen, Eignungstests und Vorstellungsgespräche rückt langsam wieder näher. Für Zehntklässler und Abiturienten beginnt mit der Suche nach einem Ausbildungsplatz der Ernst des Lebens, den viele mit aller Härte zu spüren bekommen werden. Die Situation auf dem Ausbildungsstellenmarkt veranlasste die Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK) gestern, zusammen mit weiteren 21 Partnern, die selbst ausbilden, eine erste Ausbildungsbörse in Spremberg durchzuführen. Von AndrÉ KUrtas

DAK-Bezirksgeschäftsstellenleiter Gerhard Heuer war angesichts der großen Resonanz recht zufrieden. Am Mittwoch gab es am Veranstaltungsort, in der Sporthalle der Realschule auf dem Schomberg, ein Kommen und Gehen von interessierten Jugendlichen.
„Wir wollen mit dieser Ausbildungsbörse ein Zeichen setzen“ , erklärte Heuer. „Überall hört man nur immer, das die Jugend in die Altbundesländer abwandert, wir müssen endlich etwas dagegen tun, deshalb sind wir heute hier.“
Ob Stadtverwaltung, Polizei, Bundesgrenzschutz, Sparkasse oder Sprelawerk - die Palette der Firmenvertreter war am Mittwoch groß.
Zu den jugendlichen Besuchern zählte auch Rico Humack von der 10 d der Realschule Schomberg: „Ich finde diese Ausbildungsbörse super. Da brauche ich, um Informationen zu erhalten, nicht extra nach Cottbus zu fahren.“ Sein Klassenkamerad Christian Peter äußerte sich ebenfalls zufrieden: „Ich möchte mich bei der Polizei bewerben und habe heute hier viel Informationen für meinen zukünftigen Beruf erhalten.“ Nicht ganz so zufrieden war dagegen Sabrina Landmann von der 10. Klasse der Georgenbergschule: „Zwar sind hier viele Firmen vertreten, dennoch vermisse ich gerade Ausbildungsbetriebe, die im Bereich Hauswirtschaft Ausbildungsplätze anbieten, da ich mich eigentlich als Köchin ausbilden lassen möchte.“
Sebastian Lehmann hatte in der Vergangenheit bereits Erfahrungen als unbezahlter Praktikant gesammelt. „Viele Selbständige sagen immer nur Praktikant ja, Lehrling nein, doch bei den Ausbildungsbetrieben hier rennt man zum Glück nicht gegen verschlossene Türen an“ , so sein Kommentar.
Erfahrungen in Sachen Bewerbungsschreiben hat inzwischen auch die Schülerin der 10. Klasse, Kathleen Schickor. „Mein Berufswunsch wäre Bürokauffrau“ , verriet sie der RUNDSCHAU. „Ich habe bereits drei Bewerbungen abgeschickt, leider aber noch keine Antwort bekommen. Hier bei der Ausbildungsbörse kann ich mit den Firmen direkt ins Gespräch kommen, ohne große Wege. Das finde ich gut.“
Selbstverständlich standen auch Berufsberater des Arbeitsamtes, der Industrie- und Handelskammer und der Deutschen Bahn für Informationen bereit. Am Stand der DAK empfing mit Sabrina Nische sogar eine echte ehemalige Miss Brandenburg die Besucher. Sie gab zusammen mit Michaela Kretschmar und anderen Kollegen nützliche Tipps zur Bewerbung.
„Diese Ausbildungsbörse sollte erst einmal ein Test sein, um zu sehen, wie sie von den Jugendlichen angenommen wird“ , erklärt Gerhard Heuer. Nach diesem Tag wollte man im Kreise der vertretenden Ausbildungsbetriebe über eine mögliche Neuauflage beraten.