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| 16:38 Uhr

Schadenersatzabsprüche werden geprüft
Baufirma baut einfach nicht: Geisterbaustelle auf der A15 verschwindet

Einfädeln ohne Grund: Gleich nach der Autobahnauffahrt in Vetschau steht wegen der Baustelle nur noch eine Spur zur Verfügung. Doch sichtbare Arbeiten haben bislang nicht begonnen.
Einfädeln ohne Grund: Gleich nach der Autobahnauffahrt in Vetschau steht wegen der Baustelle nur noch eine Spur zur Verfügung. Doch sichtbare Arbeiten haben bislang nicht begonnen. FOTO: LR / René Wappler
Welzow/Potsdam. Seit vier Wochen tut sich nichts auf einer komplett eingerichteten Autobahnbaustelle auf der A15 zwischen Vetschau und Cottbus. Eine beauftragte Firma aus Welzow ist mehr als vier Wochen im Verzug. Jetzt will das Infrastrukturministerium die Reißleine ziehen, den Auftrag anderweitig vergeben.

Die Straßen- und Tiefbau Welzow GmbH wird aller Voraussicht nach den Auftrag für die Reparatur der Autobahn zwischen Vetschau und Cottbus verlieren. „Der Auftragnehmer ist bis zum Dienstag nicht an der Baustelle erschienen“, sagte der Pressesprecher des brandenburgischen Ministeriums für Infrastruktur, Steffen Streu:

Dabei hätten die Arbeiten nach Angaben der Landesregierung bereits vor mehr als vier Wochen beginnen sollen. Wie Steffen Streu weiter mitteilt, beginnt nun der Abbau der Verkehrssicherung auf dem Abschnitt der Autobahn. „Wir müssen uns eine neue Firma suchen, die sich um die geplanten Bauarbeiten kümmert“, erläutert er. Das Tempolimit von 80 Stundenkilometern werde bis auf zwei kürzere Abschnitte vorerst aufgehoben.

Das Welzower Unternehmen hatte schon am Montag in einer knappen Stellungnahme betont: „Wir äußern uns zu den sehr vielschichtigen und komplexen Vorgängen zwischen dem Auftraggeber und uns nicht.“ Der Sprecher für Infrastruktur und Verkehr in der CDU-Fraktion des Landtags, Rainer Genilke, fordert, Schadensersatzansprüche gegenüber der Firma geltend zu machen.