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| 02:50 Uhr

Michael Hirte begeistert das Publikum mit seiner Mundharmonika

Michael Hirte am Samstagabend bei seinem Konzert auf der Spremberger Freilichtbühne.
Michael Hirte am Samstagabend bei seinem Konzert auf der Spremberger Freilichtbühne. FOTO: Martina Arlt/mat1
Spremberg. Besonders in den Sommermonaten hält die Spremberger Freilichtbühne zahlreiche kulturelle Ereignisse bereit. So kamen am Samstagabend mehr als 600 Besucher zum großen Konzert mit dem Mundharmonika-Virtuosen Michael Hirte im Rahmen der Ü-30-Party. mat1

Die Besonderheit an diesem Musikanten ist, dass der heute 51-Jährige seine Wurzeln in Spremberg hat. Heute lebt er mit seiner Lebenspartnerin und zwei Kindern in Bad Klosterlausnitz. Bereits im vergangenen Jahr gastierte er in der Spremberger Kreuzkirche und begeisterte seine Fans mit seiner Musik.

Inzwischen besitzt er weit mehr als 200 Mundharmonikas. "Seit meinem achten Lebensjahr spiele ich Mundharmonika. Auch heute habe ich sie immer in meiner Hosentasche dabei, das ist mein Markenzeichen. Ich freue mich, hier zu sein. Ich habe ja hier in Spremberg auch noch Verwandte, es ist eben meine Heimat", so Michael Hirte, der mit seiner Band am Samstagabend ein mehrstündiges Konzert präsentierte. Zwischendurch verließ er auch einmal die Bühne und spielte ganz locker zwischen den Besuchern auf den Sitzrängen. Musikalisch unterstützt wurde er am Abend von Simone Oberstein.

Gern kauften sich die echten Fans seine aktuellen CDs "Sehnsuchtsmelodie" oder "Best of". In seiner Karrierezeit machte er bereits auch mit einem Buch über sein Leben unter dem Titel "Der Mann mit der Mundharmonika" auf sich aufmerksam. Heidrun Große (46) aus Cottbus gehört zu den Fans von Michael Hirte: "Bei seiner Kirchentour im vergangenen Jahr war er ja auch in der Forster Kirche zu Gast. So machte ich mich auch heute nach Spremberg auf. Man hat sich mit seiner Musik identifiziert, ich mag sie. Er ist einfach Mensch geblieben, er ist wie du und ich. Das ist das Faszinierende an diesem Künstler."

Michael Hirte wuchs in einfachen Verhältnissen auf und arbeitete während der Wendezeit als Kraftfahrer, bis ein schwerer Autounfall im Jahr 1991 ihn beinahe das Leben gekostet hätte. Als er nach zwei Monaten aus dem Koma erwachte, war er arbeitsunfähig, auf einem Auge blind und sein rechtes Bein war in der Bewegung stark eingeschränkt. Zwangsläufig wurde er arbeitslos und nach eigenen Worten in eine tiefe Krise geworfen. So vergingen Jahre, bis Michael Hirte wieder Trost und neue Hoffnung fand.