Auf dem Norma-Parkplatz in Welzow stellten Mitglieder des Hundesportvereins mit ihren Hunden Kunststücke zur Schau und boten den Besuchern ein abwechslungsreiches Programm. Während Enzo, eine englische Bulldoge, sich im Schatten ausruhte, überwinden Bello und Co. verschiedene Hindernis- und Geschicklichkeitsparcours. Sie springen durch brennende Ringe, überspringen Hürden, suchen nach versteckten Bällen oder laufen in Schlängellinien.

Neben dem Turnierhundesport, wo Hindernisse wie Hürden, Tunnel oder Laufsteg überwunden werden, gaben einige Hundeführer noch Einblicke in die Ausbildungsmöglichkeiten der Vierbeiner. In der Welpenschule lernen die Jüngsten erste Verhaltensregeln und Sozialverhalten unter Artgenossen auf spielerische Art kennen. Ernster wird es im Grunderziehungskurs, indem die wichtigsten Kommandos wie “Komm, Sitz, Platz, Fuß und Bleib„ eingeübt werden. Auch die hohe Schule des Gehorsams im Hundesport, der Obedience, wurde gezeigt. Hier wird vor allem korrektes Ausführen der einzelnen Aufgaben gefordert.

Auch viele Kinder sind gekommen und viele wünschen sich gleich einen Hund. Doch was bedeutet es, sich so ein Tier anzuschaffen? “Ich empfehle Leuten vor der Anschaffung genau zu überlegen, wozu ich einen Hund brauche, was ich diesem Hund bieten kann und ob ich ihn artgerecht halten kann„, erklärt Carsten Kupsch vom Hundesportverein. Anschließend können die Hunde gerne zu ihm in den Hundesportverein, der im Jahr 1951 gegründet wurde, kommen. “Dort lernen aber meistens mehr die Hundeführer als die Hunde selbst. Wir geben hauptsächlich den Hundeführern Tipps im Umgang mit den Vierbeinern„, erklärt Kupsch weiter.

Doch noch immer gibt es viele Probleme bei der Haltung von Hunden. Ob sie auf andere Tiere losgehen, Kleinkinder angreifen oder einfach den Halter überfordern. “70 Prozent der Hundeführer, die zu uns kommen, haben sich das falsche Tier angeschafft. Beispielsweise brauchen Senioren keinen agilen Hund mehr, sondern benötigen einen älteren und ruhigeren Hund„, berichtet Kupsch. Die Fehler, die ein Hund mache, liegen ihrer Ansicht nach meist beim Halter selbst.

Isabell (8) und Leonie (5) Fritsch wollen zwar auch einen Hund, sehen aber ein, dass sie ihn nicht artgerecht halten können. Dennoch nutzen sie den Tag, um viele Tiere zu streicheln oder mit ihnen zu spielen. Die Vierbeiner fühlen sich trotz sommerlicher Hitze pudelwohl und genießen die Streicheleinheiten. Da hat sich der Tag für Mensch und Tier gelohnt.