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Kommentar
Lehrer können abwarten

Annett Igel-Allzeit
Annett Igel-Allzeit FOTO: Sebastian Schubert / Medienhaus Lausitzer Rundschau
Verwaltungen können abwarten - Lehrer, die tagtäglich ihre Schüler motivieren müssen, können das nicht. Nachdem die Förderschule „Albert Schweitzer“ in Forst vor zwei Jahren der Gutenberg-Oberschule zugeordnet worden war, wurde im Frühling in diesem Jahr bekannt, dass auch die Spremberger Georgenbergschule mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt Lernen ab Schuljahr 2017/2018 ein Auslaufmodell ist. Spät begann die Kommunalpolitik, um die letzte Schule dieser Art im Spree-Neiße-Kreis zu kämpfen. Von Annett Igel-Allzeit

Der Kreistag lehnte die Förderschulschließung auf dem Georgenberg ab, die Spremberger Stadtverordneten forderten das Schulamt auf, den Eltern und Kindern ihre Schulwahlrecht zu lassen.

Wird die auslaufende Förderschule der Berufsorientierenden Oberschule zugeordnet? Wer in der Debatte, die zum Teil auch Wahlkampf war, vergessen wurde, waren die Schulleiter, Lehrer und Schüler. Der Kreistag hat abgelehnt, was das Schulamt fordert. Mindestens zwei wollen weiter abwarten: die Stadt und der Landkreis. Den Ball hat das Schulamt.