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| 16:49 Uhr

Sturmschäden in Spremberg
Gefährlich viele Spuren im Schnee

Annett Igel-Allzeit
Annett Igel-Allzeit FOTO: Sebastian Schubert / Medienhaus Lausitzer Rundschau
Spremberg. Weiß tanzt der Atem. Schnee knirscht unter den Laufschuhen. Bei Minusgraden rasselt das Schilf. Das Schild „Lebensgefahr“ nach der Wilhelmsthaler Brücke auf dem Radwanderweg nach Bühlow warnt. Aber die Spuren – Radler, Sportler, Hunde, ein Kinderwagen – wecken den Herdentrieb, der nicht mit Mut verwechselt werden darf.

Ich laufe eine Herbststurmgedenkstrecke. Riesen haben gefallene Bäume aufgefangen. Rinden greifen seit dem Bersten der Stämme wie Hände ins Himmel­blau. Es klopft. Ein Specht. Ist der rote Fetzen in den Zweigen der linksgestrickte Strumpf der Moorhexe? Das Wipfelknarren hinterfrage ich nicht mehr. Ich laufe. Schneller. Ein Eichelhäher meckert am Ende der Lebensgefahr. Das Landesamt für Umwelt schaffte es noch nicht, in diesem Wald am Spreeufer Sturmschäden zu beseitigen, Spuren im Schnee zeigen aber nun, wie wichtig der Weg doch ist. ⇥Annett Igel-Allzeit