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Gospelworkshop in Spremberg
Geballte Ladung an stimmgewaltigem Gospel

Die Teilnehmer des  Spremberger Workshops unter der Leitung von Danyelle Vanes (Mitte) und Sebastian Cuthbert (links)  sind hoch motiviert und haben Spaß am Singen.
Die Teilnehmer des  Spremberger Workshops unter der Leitung von Danyelle Vanes (Mitte) und Sebastian Cuthbert (links)  sind hoch motiviert und haben Spaß am Singen. FOTO: Anja Guhlan / Guhlan Anja
 Spremberg. Der diesjährige Gospelworkshop bricht den Teilnehmerrekord. 63 Stimmen studieren in zehn Stunden einen Auftritt ein. Von Anja Guhlan

Insgesamt 63 Sänger und Sängerinnen aus der gesamten Bundesrepublik haben sich am vergangenen Wochenende im Haus der Landeskirchlichen Gemeinschaft getroffen, um drei Tage lang unter der Leitung des Sängerpaares Danyelle Vanes und Sebastian Cuthbert  Gospels einzustudieren. Die modernen Gospelsongs präsentierten die Teilnehmer am Sonntag zum Abschluss  in einem Konzert mit extra viel Power. Schon zu Beginn des  13. Gospelworkshops motivierte Sebastian Cuthbert die Teilnehmer mit einer professionellen Bodypercussion – einer Aufwärmübung für den Körper – zum Mitmachen. Im Anschluss lockerten die Teilnehmer den Mund anhand spezieller Übungen. „Es ist wie beim Sport wichtig, sich vorab aufzuwärmen“, meint Danyelle Vanes. Die 44-Jährige leitet seit 15 Jahren mit ihrem Mann Sebastian unter dem Projekt „Songs of Salvation“ Gospelchöre an. In Hildesheim ist der Projektchor längst bekannt, nun gastieren die beiden Gründer auch in Spremberg. Mit viel Tiefgang und lebendiger Freude studieren die beiden Workshopleiter mit den 63 Teilnehmern verschiedene Gospelsongs wie „We`ve come to praise“  oder „Greater Life“ ein. Alle Songs stammen von den beiden Kursleitern.   Während Danyelle eher die Frauenstimmen anleitet, widmet sich Sebastian den Männerstimmen. Alles mündet in einem dreistimmigen Gesang.

In einer Pause lobt Danyelle Vanes die Gruppe, die aus 15 Männern und 48 Frauen besteht.  „Die Teilnehmer begreifen und verinnerlichen das Gesagte wirklich schnell, da macht das Arbeiten noch viel mehr Spaß“, meint die Sängerin. In kurzen Abschnitten studiert sie mit den Teilnehmern, während Sebastian Cuthbert am Piano begleitet, die eingängigen Melodien und Texte ein und feilt anschließend mit dem Chor an der musikalischen Gestaltung.

Auch die Teilnehmer haben riesigen Spaß am Gospelworkshop. „Die Atmosphäre fetzt. Ich finde es schön, in einer großen Gemeinschaft zu singen“, sagt Sarah Mummert (22) aus Spremberg. Auch Jiska-Philine Irmer, die mit vier ihrer sieben Geschwister und der Mutter aus Mecklenburg-Vorpommern angereist ist,  fühlt sich wohl in der Gruppe: „Ich kann einfach nicht stillstehen. Hier darf ich singen und mich gleichzeitig bewegen“, so die Neunjährige. Auch Christine Klunkert  (49) ist zum wiederholten Mal mit dabei: „Seit 2006 besuchen wir als Mitglieder des Gospelchores aus Schorbus diesen Workshop und es ist immer wieder toll dabei zu sein. Wir nehmen viele Anregungen für unseren eigenen Gospelchor dankend mit“, erklärt Christine Klunkert.

Zum ersten Mal nimmt Peter Funke aus Cottbus an dem Gospelworkshop teil. Der 74-Jährige  singt gerne. Eigentlich ist er Beatsänger bei einer Skiffle-Group aus Cottbus. „Da sich bei Skiffle und Gospel  einige Elemente gleichen, singe ich auch gerne hier mit. Ich probiere gerne mal was Neues aus, solange es meine Stimme zulässt“, sagt der älteste Teilnehmer des Workshops. Am weitesten angereist ist wohl Elke Saenger aus Bayreuth. „Der Gospelworkshop in Spremberg gefällt mir richtig gut. Ich singe gerne und hier lernt man richtig viel“, so die Bayreutherin, die Spremberg zum ersten Mal besucht.

Organisatorin Denise Kantor, die bereits seit dem ersten Workshop dabei ist, zeigt sich sehr zufrieden. „Wir haben hier alle eine ganze Menge Spaß und Freude am Singen“, erklärt sie.   Den Spaß und die Freude am Singen hatten alle Teilnehmer auch im Übrigen beim abschließenden Gospelkonzert am Sonntag in dem Gospel-Gottesdienst der Landeskirchlichen Gemeinschaft.  „Bleibt zu hoffen, dass der nächste Gospelworkshop im kommenden Jahr wieder ein voller Erfolg wird“, so Denise Kantor.