(dbo) Der Rüstwagen (RW)  ist speziell für die technische Rettung und die Hilfeleistung ausgelegt. Noch werden die Kameraden an dem rund 400 000 Euro teuren Fahrzeug ausgebildet und  eingewiesen, wo sich Aggregate und Gerätschaften befinden. Denn die Ausstattung an dem für die technische Hilfeleistung vorgesehenen Fahrzeug umfasst umfangreiches Werkzeug und Spezialgerät, mit dem eingeklemmte Personen beispielsweise aus Fahrzeugen befreit werden können. Die Ausstattung hilft aber auch, umweltschädigende Substanzen aufgefangen oder Einsatzstellen auszuleuchten. Die hydraulischen Rettungsgeräte wie Schneider und Spreizer sowie Rettungszylinder und Hebekissen in verschiedenen Größen kommen nicht nur bei Verkehrsunfällen zum Einsatz. Rettungsschere und Spreizer sind leichter geworden, was  die Handhabung der Geräte bei Einsätzen vereinfacht. Beide Geräte selber haben eine eigene LED-Ausleuchtung.

Die Ausstattung des Wagens ermöglicht bei Dunkelheit ein großflächiges Ausleuchten von Einsatzstellen. Durch die LED-Technik entfällt die  Gefahr, sich an heißen Leuchten zu verletzen. Neu sind auch die auf LED-Basis gelb aufleuchtende Verkehrswarneinrichtung am Heck des Fahrzeuges, die weiße Umfeldbeleuchtung sowie das neue Ringsum-Blaulicht.

Die Rettungsplattform des Rüstwagend kann in wenigen Sekunden aufgebaut werden. Ein Schlauchboot mit Eisschlitten befindet sich einsatzbereit auf dem Dach des Fahrzeuges, das eine  Seilwinde mit 5 kN Zugkraft hat. Zur Werkstattausrüstung gehören unter anderem ein Plasmaschneidegerät, um Metalle bearbeiten und trennen zu können.

Der Rüstwagen ist kompakter und komfortabler als bislang aufgebaut. Auch auf bestimmte spezielle Wünsche der Spremberger Kameraden ist der Hersteller eingegangen. Damit soll auch die  Handhabung sämtlicher Einsatzkomponenten  leichter fallen.

Das neue Rüstfahrzeug der Spremberger Wehr kostete 394 000 Euro, davon hat das Land 268 000 Euro übernommen. Die Stadt Spremberg zahlte 126 000 Euro.