ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:32 Uhr

Mehr brauner Schlamm in der Vorsperre

Braunes Wasser – hier ein Archivbild einer Wasserbehandlungsanlage bei Vetschau – wurde jetzt wieder an der Talsperre gesichtet.
Braunes Wasser – hier ein Archivbild einer Wasserbehandlungsanlage bei Vetschau – wurde jetzt wieder an der Talsperre gesichtet. FOTO: dpa
Spremberg. Durch Abschalten der Bekalkungsanlage und Flockungsstation steigt offenbar die Eisenkonzentration. Die Stadt will dranbleiben. Annett Igel-Allzeit

Wenn die Bekalkungsanlage in Wilhelmsthal und die Flockungsstation an der Vorsperre Bühlow jetzt im Sommer wieder abgeschalten sind, scheint sich die Wasserqualität der Spree zu verschlechtern. Im Bereich der Kanuten und Segler in Sellessen an der Talsperre liege schon wieder deutlich mehr brauner Schlamm, hat der Stadtverordnete Raik Nowka (CDU) beobachtet.

Bürgermeisterin Christine Herntier informierte deshalb Sven Radigk, Leiter der zuständigen LMBV-Projektgruppe, über die sichtbaren Verschlechterungen.

Zwischen dem 1. Mai und 13. Juni, so Radigk, habe die Eisenkonzentration im Auslauf der Vorsperre wohl noch bei 1,5 Milligramm pro Liter gelegen, nach dem Abschalten aber vom 14. Juni bis 10. Juli bei 2,1 Milligramm pro Liter. Die Sichtbarkeitsschwelle liegt bei zwei Milligramm.

"Wir müssen dran bleiben, immer wieder im Landesamt für Umwelt nachfragen", betont die Spremberger Bürgermeisterin. Auch zur Beräumung der Vorsperre wünscht sich die Stadt mehr Klarheit.

2018 soll es noch einmal eine Zwischenberäumung geben, ab 2019 eine regelmäßige Beräumung durch Geotubes - das sind geotextile Entwässerungsschläuche, die Schlämme vom Klarwasser trennen. Diese Methode könnte langfristig erhebliche Kosteneinsparungen bewirken. Dies soll so lange laufen, bis im oberen Verlauf der Spree die Maßnahmen zur Eisenreduzierung greifen.