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| 16:52 Uhr

Ostervorbereitungen in Klein Loitz
Mehr als nur Ostereier-Bemaler

Am Wochenende hatte Alfons Schulze (mit blauer Schürze in der Mitte) Freunde und Bekannte zum Ostereierverzieren in seine „Bastelstube“ in Klein Loitz eingeladen.
Am Wochenende hatte Alfons Schulze (mit blauer Schürze in der Mitte) Freunde und Bekannte zum Ostereierverzieren in seine „Bastelstube“ in Klein Loitz eingeladen. FOTO: Arlt Martina
Klein Loitz. Auch Enteneier aus Leverkusen werden von Alfons Schulze und Ingrid Carl verarbeitet.

Wenn das Osterfest auch noch ein Stück entfernt ist, zieht bei Alfons Schulze und Lebenspartnerin Ingrid Carl schon längst der Duft des heißen Wachses durch das Haus. Der heute 63-jährige pensionierte Polizeibeamte beschäftigt sich seit mehr als 30 Jahren mit diesem Hobby. Verschiedene Maltechniken sind beim Ostereierverzieren mit sorbischen Motiven möglich: die Bossier-, Kratz- oder auch die Ätztechnik. Er entschied sich für die Bossiertechnik und gibt seine Erfahrungen auch gern weiter.

Am vergangenen Wochenende lud er zu Hause in seine Kreativwerkstatt Freunde und Bekannte ein. Die Farben wurden in kleinen Pfännchen auf dem heißen Bügeleisen erhitzt. Für das Leeren der Eier baute er eine Vakuumvorrichtung. Zu den sorbischen Motiven gehören Muster wie Gänsefüßchen, Rad, Kreis, Blüten, Wolfszähne, Dreiecke oder Bienenwabe. Anregungen dazu gibt es in vielen Büchern. Beim Fräsen kommen auch Emu- und Nandu-Eier zum Einsatz. Der Klein Loitzer befindet sich seit 2014 im Ruhestand und hat seine Lebenspartnerin Ingrid Carl (64) mit seinem Hobby angesteckt. Schon jetzt haben sie mehr als 200 Eier für die bevorstehenden Märkte zum Osterfest gestaltet. Denn fast jeden Abend sind sie am Werkeln. „Wir machten uns auch schon in diesem Jahr auf den Weg nach Leverkusen, um Enteneier zu holen. Sie sind etwas größer als Hühnereier und schöner in der Oberfläche“, erzählt Ingrid Carl. Die Eier werden mit Naturfarben oder richtigen Eierfarben gefärbt. So bekommen auch braune Eier eine wunderbare Farbgebung. „Über eine Stunde dauert so ein Ei“, sagt Ingrid Carl, die sich neben der Ostereiermalerei auch gern mit Handarbeiten beschäftigt. „Wir gehen sozusagen schon mit einem Eierblick in den Baumarkt oder ins Haushaltswarengeschäft einkaufen. So findet man immer wieder Dinge, die wir für unsere Malerei gebrauchen können.“

Schon jetzt laden die Klein Loitzer am 17. und 18. März in die Bloisch­dorfer Scheune sowie vom 26. bis zum 28. März ins „Sonntagsche Haus“ nach Spremberg ein.

(mat)