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Spremberg
Markscheiderei zieht von Welzow nach Pumpe um

Spremberg/Welzow. Die Geologie-Experten der Leag sind künftig im Spremberger Industriepark zu finden. Der Fortschritt des Tagebaus macht es nötig.

Seit Donnerstag ziehen alle Bereiche und Mitarbeiter der zentralen Markscheiderei der Lausitz Energie Bergbau AG (Leag) vom Haus 1 der Tagesanlagen des Tagebaus Welzow-Süd in das Maschinentechnische Zentralbüro (MZB) im Industriepark Schwarze Pumpe. Nach Angaben der Leag werden insgesamt 44 Mitarbeiter aus den Bereichen Geodatenbereitstellung, Luftbildauswertung, Markscheiderische Betriebskontrolle, bergmännisches Risswerk, Schachtgenehmigungen, VTS Außendienst, Einsatzdienst Drohnen sowie die Leitung der Markscheiderei bis zum 28. Januar ihre Büroräume in dem dreigeschossigen Bürogebäude bezogen haben, das ehemals für den Baubetrieb des Gaskombinats Schwarze Pumpe errichtet worden war. „Im Zeitraum des Umzugs kann es bei der Ausstellung von Schachtgenehmigungen für externe Firmen zu Einschränkungen kommen“, bittet der Leiter der Markscheiderei, Frank Hoffmann, um Verständnis.

Der Umzug der Mitarbeiter erfolgt in zwei Schritten, um die Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit so gering wie möglich zu halten. Die ersten 13 Mitarbeiter ziehen diesen Freitag um, die restlichen 31 Mitarbeiter werden  kommenden Freitag umziehen.

Einzige Ausnahme bildet der Markscheiderische Außendienst des Tagebaus Welzow-Süd mit fünf Mitarbeitern. Ihr Umzug ist für den Herbst geplant. „Neben der IT müssen vor allem größere technische Geräte wie Plott- und Falttechnik, großformatige Scanner und Laminierer transportiert werden“, so Hoffmann. Die bekannten Telefonnummer der Mitarbeiter behalten auch am neuen Standort ihre Gültigkeit.

Das 1963 bis 1964 in Montagebauweise errichtete Bürogebäude wurde seit Januar umgebaut und renoviert. Eine erste Renovierung mit diversen Umbauten und einer Wärmedämmung für die Fassade erlebte das Gebäude bereits im Jahr 1994. In den vergangenen zwölf Monaten wurden die Büroräume im ersten und zweiten Geschoss sowie alle WC-Räume und Kellerräume modernisiert. Der Brandschutz wurde erneuert, Klimatechnik eingebaut, die daten- und fernmeldetechnischen Medien erneuert und erweitert sowie die Fassadenfarbe erneuert und Außenraffstoreanlagen angebaut. Aktuell werden noch die Außenflächen an der Südseite hergerichtet.

Die Verlegung der Tagesanlagen von ihrem bisherigen Standort bei Welzow wird durch den Fortschritt am Tagebau Welzow-Süd erforderlich und soll Ende 2018 abgeschlossen sein. Auch die zugehörigen bergmännischen Anlagen wie Kohleumschlagplatz, Kohleverladung und die notwendige Gleisinfrastruktur werden bis 2022 ebenfalls verlegt. Die Leag investiert dafür nach eigenen Angaben rund 30 Millionen Euro.