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Manchmal hilft ein offenes Ohr mehr

Die Idee klingt einfach: Wer sich für die Allgemeinheit engagiert, der sollte auch etwas dafür erhalten. Jenseits von Aufwandsentschädigung und steuerlicher Absetzbarkeit.

Doch der Ehrenamtspass kriecht nicht nur in Forst auf der Standspur, auch in Spremberg tut man sich schwer damit, wer denn einen solchen Pass erhalten sollte. Viel schwerer dürfte aber wiegen: Was sollen denn Helfer erhalten? Zahlreiche Unternehmer und Händler engagieren sich schon auf vielfältige Weise und bis zur Schmerzgrenze als Spender und Sponsoren für das kulturelle, sportliche und gesellschaftliche Leben in ihrer Stadt. Bleiben also hauptsächlich kommunale Einrichtungen, die meist ohnehin schon defizitär arbeiten. So schön ein Ehrenamtspass ist: Den meisten Engagierten geht es um ihren Verein, ihr Projekt. Bevor viel Arbeit und Geld in einen Ehrenamtspass gesteckt werden, sollte der einfache Weg gegangen und Sport, Kultur sowie Hilfe direkt unterstützt werden, soweit es die Kassen zulassen. Und darüber hinaus hilft ein offenes Ohr sowie ein Tipp von gut vernetzter Stelle. j.scholz@lr-online.de