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| 14:16 Uhr

Fröhlicher Wettkampf
Lustige Teams starteten zur Grützwurstrallye

Insgesamt gingen am Samstagmorgen 15 Teams auf die 100-Kilometer-Strecke zur Grützwurstrallye 2018 des MC Spremberg.
Insgesamt gingen am Samstagmorgen 15 Teams auf die 100-Kilometer-Strecke zur Grützwurstrallye 2018 des MC Spremberg. FOTO: Arlt Martina
Die Fahrer glänzten mit Einfallsreichtum auf der Strecke von Spremberg über Welzow und Senftenberg.

Seit mehr als 50 Jahren gibt es beim MC Spremberg (Motorsportclub) die Grützwurstrallye, die sich bis heute großer Beliebtheit erfreut. Für Gaudi und gute Stimmung ist dann stets gesorgt. Morgens gibt es ein gemeinsames Frühstück. Nach der Fahrerbesprechung lädt Dorit Neumann traditionell vor Ort zum Frühsport ein, so auch am vergangenen Sonnabend. Dann wurde es für alle Teams ernst. Die Teilnehmer sollten sich vielleicht ein wenig in der Region auskennen, um die rätselhaften Umschreibungen der einzelnen Stationen deuten zu können. Wenn nichts mehr geht, kann der Rallye-Notruf genutzt werden.

Auch Uwe (42) und Andrea Kawczynski (41) sowie ihre Kinder Alina (13) und Stella (7) aus Groß Luja waren schon sehr gespannt, wie diese Tour verlaufen wird: „Durch meinen Kumpel Sven Lorenz hörten wir von diesem Ereignis, und so wollten wir einfach diese Tour ganz in Familie einmal miterleben“, erklärte Uwe Kawczynski. „Sven legte sich einen Oldtimer mit Baujahr 1978 zu, und wir sind Mitfahrer. Ich denke, es wird Spaß machen.“ Um einen Rallye-Teilnehmer auf der Straße zu erkennen, muss der Scheinwerfer abgeklebt werden. Das wichtigste Dokument für das jeweilige Team an diesem Tag ist die „Fahrerkarte“, die immer wieder ausgefüllt werden muss.

Am Samstag gingen 15 Teams aus Cottbus, Schwarze Pumpe und Spremberg mit mehr als 50 Teilnehmern beim MC in Spremberg-Trattendorf an den Start. 20 Streckenposten waren auf der Tour zu finden. Mit großem Einfallsreichtum glänzten die Rallye-Fahrer. So waren Namen wie Globetrottel, Die Kawczynskis, Senioren-Kübel oder Wolfs-Gang auf der Starterliste zu finden. Rallye-Leiter Matthias Schulz vom MC war im Vorfeld mehrmals mit seiner Frau Claudia auf Tour gewesen, um eine passende Strecke mit den Stationen vorzubereiten. „In diesem Jahr umfasst die Strecke 100 Kilometer mit sieben Stationen“, erläuterte er. „Zwei Stempelstellen sind eingebaut. Diesmal geht es in Richtung Terpe, Welzow, Brieske. Gegessen wird in der Dörrwalder Mühle.“ Die Teams bekamen Textabschnitte, die die Stationen lustig und zweideutig beschrieben. An den einzelnen Punkten  galt es, Aufgaben zu lösen. Das konnten sportliche Aktivitäten sein oder das Beantworten von Fragen zu bestimmten Themen. „Nach fünf bis sechs Stunden sollten dann alle Starter wohlbehalten das Ziel erreicht haben“, so Matthias Schulz, der gleichzeitig auch Faschingspräsident beim MC ist. „Schmunzeln muss man schon manchmal, wenn man vorher in den Kofferraum der Fahrzeuge schaut.“ Darin haben die Teilnehmer oft vorsichtshalber Utensilien wie Schippe, Taschenlampe, Gummistiefel oder Maßband verstaut. Sagenhaft seien oft die Ideen der Teams. Beispielsweise musste im vergangenen Jahr Laub mit einem vorgegebenen Gewicht  gesammelt werden. So ging das eine Team mit dem Laub in den Supermarkt und wog es auf der Obst- und Gemüsewaage ab. „Da kommst du manchmal nicht drauf“, staunte der Rallye-Leiter Matthias Schulz.

Die Autos rollten am Samstag im Fünf-Minuten-Takt beim MC vom Hof. In diesem Jahr wurden beispielsweise Stationen wie der Miniaturpark Brieske, der Weltmeisterpark in Terpe oder auch der Aussichtspunkt „Welzower Fenster“, auserwählt. Ein Höhepunkt war auf jeden Fall die Skihalle Snowtropolis in Senftenberg, wo es für die Rallye-Starter galt, nach Zeit zu rodeln. Für die Kinder startete ein Kinderbus in Spremberg. Auch sie wurden fündig und entdeckten eine Schatztruhe mit Süßigkeiten.

In diesem Jahr dachten die MC-Mitglieder um Jürgen Hübner bereits über eine eventuelle Nacht-Rallye nach. Dazu werden Vorschläge und Hinweise gesammelt.