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Lügenbaron in der Welzower Mondlandschaft

Welzow. Eine Lausitzer Tagebau-Landschaft ist Filmkulisse für den neuen ARD-Dreiteiler "Baron Münchhausen". Hauptdarsteller Jan Josef Liefers und seine Filmtochter Frieda haben dafür drei Tage lang auf dem Grund des Tagebaus Welzow-Süd gedreht. Catrin Würz

Die sandige Tagebau-Landschaft im Welzower Revier darf im Film von Regisseur An dreas Linke endlich sein, als was sie sonst immer bezeichnet wird: eine Mondlandschaft. "Wir drehen im Welzower Tagebau Münchhausens Reise auf den Mond", erklärt teamWorx-Pressesprecherin Christina Graf. Auf dem Mond trifft der Baron Münchhausen mit seiner vermeintlichen Tochter Frieda - die im Film von den Zwillingen Helen und Isabelle Ottmann gespielt wird - auf einen Eremiten. "Viel mehr wollen wir allerdings noch nicht verraten . . .", so Christina Graf. Die Tagebau-Szenen wurden "day for night" gedreht - das bedeutet, dass am Tag die Aufnahmen gemacht wurden und nachts erzählt wird. Der Hintergrund wird demnach nachträglich in die Szenen eingesetzt.


Zu sehen sein wird das alles zu Weihnachten 2012, wenn der Dreiteiler über die märchenhaften Abenteuer des legendären Hieronymus Carl Friedrich von Münchhausen, besser bekannt als der Lügenbaron, im "Ersten" ausgestrahlt wird. An der Seite von Jan Josef Liefers stehen dafür Jessica Schwarz als die schöne Landadelige Constanze von Hellberg und Katja Riemann als strenge Zarin Katharina schon seit Januar vor der Kamera. Die beiden Schauspielerinnen waren allerdings bei den Dreharbeiten im brandenburgischen Welzow nicht mit dabei. Noch bis Ende März dauern die Filmaufnahmen an, die an Schauplätzen in Burghausen in Bayern, auf Schloss Ludwigsburg, in Berlin und Leipzig entstehen.

Die Neuverfilmung von Münchhausens Geschichte gilt als große Herausforderung für alle Beteiligten. "Die Ufa-Produktion aus dem Jahre 1943 mit dem großen Hans Albers galt Jahrzehnte lang als die Mutter aller ,Fantasy-Filme'.

Seit 70 Jahren hat sich in Deutschland niemand an den Stoff herangetraut", sagt Andreas M. Reinhard, Leiter des Kinderprogramms beim Bayerischen Rundfunk. Aber jetzt sei die Zeit reif! "Wir nehmen diese Herausforderung an."