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| 14:41 Uhr

Nach Koalitionsgesprächen
Projekt Löschflugzeug-Staffelin Welzow geht weiter

Welzow. Am Flugplatz Welzow soll eine Löschflugzeugstaffel aufgebaut werden. Eine Absage bei den Koalitionsverhandungen in Potsdam erntet viel Kritik. Doch das Projekt geht weit über Brandenburg hinaus.

Die Absage für die Löschflugzeugstaffel in Welzow bei den Koalitionsverhandungen in Brandenburg gefährdet nach Ansicht der Welzower Stadtverordneten Hannelore Wodtke (Grüne Zukunft Welzow) das Vorhaben auf europäischer Ebene nicht. „Die Absage ist natürlich bedauerlich und ein kleiner Rückschritt, der uns aber nicht aus der Bahn wirft“, betont sie am Donnerstag.

Deutliche Kritik kommt von Bürgermeisterin Birgit Zuchold (SPD). „Wir reden seit Monaten von Strukturentwicklung in der Lausitz. Hier gibt es ein Vorzeigeprojekt, wo ich mir dringend die Unterstützung der Landesregierung wünsche. Wie soll ich den Menschen vermitteln, dass eine Strukturentwicklung überhaupt klappt, wenn dieses EU-Projekt scheitern sollte“, sagt Zuchold.

EU-Löschflugzeugstaffel soll zukünftig Waldbrände löschen

Ein breites Bündnis arbeite seit Wochen an einer Projektskizee. Für den Verkehrslandeplatz liege ein Entwicklungskonzept vor

Wodtke zufolge müssten „die Regierenden in Potsdam endlich verstehen“, dass es bei der EU-Löschflugzeugstaffel nicht originär um den Einsatz in Brandenburg gehe.

„Mit den Löschflugzeugen sollen zukünftig Waldbrände in Mittel- und Nordeuropa bekämpft werden. Wenn Brandenburg das im eigenen Land nicht nutzen will, müssen wir das akzeptieren“, sagt Wodtke. Im Namen der europäischen Solidarität appelliert sie an die SPD, sich nicht weiter gegen die dringend nötige Strukturentwicklung vor Ort zu stemmen. Derzeit fehle nur noch grünes Licht aus Brandenburg.

Löschflugzeugstaffel soll 600 Arbeitsplätze nach Welzow bringen

Die Vorhaben zum Aufbau einer Löschflugzeugstaffel am Flugplatz Welzow durch das RescEU-Programm sowie der Aufbau eines europäischen Aus- und Weiterbildungszentrums für den Brand- und Katastrophenschutz sollen bis zu neue 600 Arbeitsplätze in die Stadt bringen.

Die Kosten dafür werden überwiegend von der EU und dem Bund übernommen. Aufgrund der Lage mitten in Europa und dem Wasserlandeplatz auf dem Sedlitzer See sei Welzow ideal. Nördlich der Alpen gibt es derzeit keine Löschflugzeugstaffel.

(red/sha)