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| 02:45 Uhr

Literaturfreunde erinnern in Spremberg an Peter Jokostra

Es lasen am Samstagabend aus Büchern des Schriftstellers Peter Jokostra: Klaus Krause, Benjamin Voß und Matthias Stark.
Es lasen am Samstagabend aus Büchern des Schriftstellers Peter Jokostra: Klaus Krause, Benjamin Voß und Matthias Stark. FOTO: mat
Spremberg. Zu einer Benefizlesung für eine Gedenktafel zur Erinnerung an den Schriftsteller und Dichter Peter Jokostra aus Spremberg haben die Bibliotheksmitarbeiter des Landkreises Spree-Neiße für Sonnabend eingeladen – unter dem Motto: "Menschlichkeit in schweren Zeiten". Doch nur wenige Literaturfreunde fanden sich im Lesesaal der Bibliothek ein. Martina Arlt

Klaus Krause, Benjamin Voß und Matthias Stark lasen an diesem Abend aus den Werken von Peter Jakostra.

Im Mai hatte die Mehrheit der Stadtverordneten beschlossen, dass an Peter Jokostra, Schriftsteller und Sohn der Stadt Spremberg, an seinem Elternhaus in der Langen Straße 35 eine Tafel erinnern soll. Dafür gab bereits der Eigentümer des Hauses seine Zustimmung. So wäre der 21. Januar 2017 als Termin denkbar, der zehnte Todestag des Schriftstellers. Peter Jokostra kam wie Erwin Strittmatter im Jahr 1912 zur Welt. Beide verband darüber hinaus zunächst auch eine Freundschaft. Doch politischer Konflikt trug im Jahr 1958 maßgeblich dazu bei, dass die Kontakte zerbrachen. Noch heute wird jedoch oft Peter Jokostra in einem Atemzug mit Erwin Strittmatter genannt.

Die Finanzierung der Gedenktafel für Peter Jokostra ist nach den Worten von Klaus Krause noch offen. "Nun möchten wir auf jeden Fall mit unserer Benefizlesung für eine solche Gedenktafel ein Zeichen setzen", sagt er. Zahlreiche Bücher des Schriftstellers stellte Klaus Krause vor einigen Jahren der Bibliothek in Spremberg als Leihgaben zur Verfügung. "Immer wieder fragen unsere Besucher nach den Werken von Peter Jokostra", sagt die Leiterin der Bibliothek, Kerstin Promnitz.