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Kultur
Liebevoll eingerichtete Puppenstube begeistert Besucher

Jutta von Kittlitz (im wirklichen Leben Veronika Dubrau, M.) führt die Besucher durch die Spremberger Innenstadt und macht auch am Sonntagschen Haus Station.
Jutta von Kittlitz (im wirklichen Leben Veronika Dubrau, M.) führt die Besucher durch die Spremberger Innenstadt und macht auch am Sonntagschen Haus Station. FOTO: Arlt Martina
Spremberg. Die Sanierung des ältesten Wohngebäudes in Spremberg soll 2019 abgeschlossen werden. Jutta von Kittlitz führt Gäste ins Sonntagsche Haus.

Immer wieder gern schlüpft Veronika Dubrau in die Rolle der Jutta von Kittlitz, ein Spremberger Original. Mit großem Engagement führt sie angemeldete Besuchergruppen durch die Spremberger Innenstadt und hält viele interessante Informationen bereit.

So war sie auch am vorletzten Tag des alten Jahres 2017 unterwegs und machte mit den Gästen aus Dresden, Berlin und Heidelberg am Sonntagschen Haus in Spremberg Station. Diese Besucher sind in dem Gasthaus „Zur Wildtränke“ zu Gast und waren zuvor auf „Erlebnistour“ durch Spremberg. Sie kamen im Fachwerkhaus aus dem Staunen nicht heraus, wie nett die Zimmer in den beiden Etagen hergerichtet sind. In der Küche loderte das Feuer in dem historischen Kochherd.

Vor dem denkmalgeschützten Haus wurden die Gäste schon herzlich von Claudia und Gunter Frank erwartet, die die Interessengemeinschaft mit zwölf Mitgliedern für dieses Haus leiten. Sie setzen sich mit großem Engagement dafür ein, dass dieses älteste erhaltene Wohnhaus der Stadt saniert und liebevoll dekoriert wird.

Das denkmalgeschützte Objekt liegt im Zentrum auf der Spreeinsel, Burgstraße 9, in der Nähe der Kreuzkirche. Es wird nicht mehr zu Wohnzwecken genutzt. Es wurde nach der Bewohnerin Gretel Sonntag benannt, die bis 1987/88 in diesem Haus wohnte.  Dieses Haus wurde zwischen 1580 und 1660 errichtet, doch so ganz genau weiß es niemand.

Schon seit mehreren Jahren haben sich nun schon Claudia und Gunter Frank die Sanierung des Gebäudes auf die Fahne geschrieben. Oft staunen die Gäste, mit wie viel Liebe zum Detail die Zimmer im Sonntagschen Haus eingerichtet wurden. Zu besonderen Anlässen wird das Haus, das tatsächlich einer „kleinen Puppenstube“ ähnelt, für Besichtigungen geöffnet. Auch Ausstellungen des Kreativ-Treffs haben sich in den Räumlichkeiten des Gebäudes bereits etabliert.

Im Jahr 2019 soll die Sanierung des ältesten Spremberger Wohnhauses abgeschlossen sein. Im Jahr 2018 soll noch der kleine Raum im Obergeschoss hergerichtet werden. „Dort befand sich damals die kleine Küche von Frau Sonntag“, erzählt Claudia Frank, die jährlich mit ihrem Mann Gunter circa 15 Mal Gäste durch das Haus führt.

Zum Spremberger Frühlingsfest 2018 kurz vor dem Osterfest beginnt traditionell wieder die Saison. Schon jetzt lädt das Ehepaar Claudia und Gunter Frank vom 26. bis zum 28. März 2018 nachmittags zur Ostereiermalerei im Sonntagschen Haus ein.