Das Kleine Loitzer Schloss soll ein lebendiger Treffpunkt für Kulturfreunde werden. Daran arbeiten Ariane Rykov von Niepello und ihr Mann Uwe Marcus Rykov. Fürs Romy-Schneider-Archiv, das sie dort unterbringen möchten, konnten sie im Herbst schon schildern, welches Zimmer welchen Lebensabschnitt der großen Schauspielerin zeigen wird. Wo die Kleider Platz finden, wo die Haarbürste liegen könnte, wo die Küchenmöbel stehen sollen.

Doch ins Café kommen am 14. März erst einmal „Die Puhdys“. „Wir haben in unserem Zeitblatt-Verlag Ingo Friedrichs Buch über diese Kultband herausgegeben“, erzählt Ariane Rykov von Niepello, „er wird am Samstag in Klein Loitz von seinem Buch erzählen und auch gern Bücher signieren“. Ob das auch einige Blues- und Rock-Fans der Spremberger Region nach Klein Loitz lockt?

Der Buchautor ist seit einem halben Jahrhundert Puhdys-Fan

Der Buchautor Ingo Friedrich ist ein ganz großer Fan der Puhdys. Er hat sie fast 50 Jahre begleitet, viel mit ihnen durchlebt, sie begriffen, nachgehakt, alles dokumentiert. Er hat so viel Wissen angehäuft, dass er auf den 300 Seiten seines Buches nicht lobpreisen und sich nicht als Fan in den Vordergrund schieben muss, sondern er hat Fakten.

Cottbus

Andere Fans feiern das Buch inzwischen als „Nachschlagewerk“, in dem sie sich festlesen zu „Maschine“ und Peter Meyer, zur DDR-Rockmusik, zum Spektakel „50 Jahre Rock“ in Hannover. Was für ein Fest es für die Fans war, dass „Die Puhdys“ nach der Wende bis zum Abgang 2016 noch einmal aufdrehen konnten, das muss Friedrich in Klein Loitz erzählen. Und wo sie heute solo oder in anderen Formationen rocken, weiß er auch.

Die Lesung beginnt am 14. März um 14 Uhr. Das Buch mit seinen vielen Fakten und farbigen wie Schwarz-Weiß-Aufnahmen kostet 19,95 Euro. Zugleich können die Gäste sehen, wie sich das Schloss entwickelt. Es ist die erste Lesung seit der Café-Eröffnung am vergangenen Freitag.