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Legendäre Pusteblume-Musiker blühten in Cantdorf wieder auf

"Pusteblume" trat in Cantdorf auf.
"Pusteblume" trat in Cantdorf auf. FOTO: dbo1
Spremberg. Mal laute mal leise Songs. Dann donnern die E-Gitarren los – einen Moment später sorgen die akustischen Gitarren für Gänsehaut bei den Fans. dbo1

Pusteblume lebt, vereinigt alte und neue Fans. Die Folk- Rock- Band aus Lichtenstein in Sachsen hat längst Kultstatus. Jetzt kam sie abermals am OsterSonntag nach Cantdorf in die Gaststätte ,,Zur Linde".

Die Band gehört längst zum Invertar der Kneipe. Seit vielen Jahren sind die Musiker um Gründer Rainer Friedrich nun schon unterwegs, um ihre Lieder zu Themen wie Liebe, Hass, Freude und Leid ihren Zuhörern näherzubringen. Die Band spielt Songs von ihren eigenen Platten, aber auch Hits von Neil Young. Kaum eine Band kann die Musik des großartigen Bluesmusikers aus Kanada so spielen wie "Pusteblume". Nach und nach kamen eigene deutschsprachige Lieder hinzu, die auch durch ihren systemkritischen Inhalt in kürzester Zeit mehr als nur Beliebtheit erlangten. Es folgten diverse Auftrittsverbote, aber die Band blieb wie sie war, und das Publikum blieb treu.

Alle bekannten Säle im Osten Deutschlands wurden bespielt. Nach der Wende wurde es nicht einfacher, die Besetzung wechselte mehrmals. Viele der alten Stammlokale und Jugendclubs lösten sich auf, doch die Band ist nicht klein zu kriegen, nach wie vor erfreut sie ihr Publikum.

Seit 13 Jahren prägen Rainer und Margret Friedrich und Jochen Ebert das Gesicht der Band. Pusteblume, gegründet 1980, ging aus der Band "The Cordes" hervor. Gitarrist Rainer Friedrich und Jochen Ebert, zuständig für Gesang, Gitarre und Mundharmonika, waren die Gründer. Ersterer ist von damals bis heute dabei, der zweite kam nach einer längeren Pause zurück. Bassistin und Sängerin Margret Friedrich, die von allen, die sie gut kennen, "Mine" genannt wird, kam im Jahr 1985 zur Band.

Vor allem zur DDR-Zeit gab es eine treue Fangemeinde, die die Band von Auftritt zu Auftritt begleitete. Wegen der Songs über die Freiheit wie "Über den Wolken" und ihrer systemkritischen Texte wie "Ich geh weg", wegen des Gefühls der Zusammengehörigkeit und der ungezwungenen Atmosphäre bei ihren Konzerten. Nicht zu vergessen: auch wegen der Lieder von Neil Young wie "Pocahontas" und "Long may you run".

Mittlerweile treffen sich Jung und Alt, um einen angenehmen Abend mit toller Musik zum Tanzen oder Zuhören zu erleben. Margret Friedrich musste am Sonntag dann mal etwas losweren: "Nach all den vielen Jahren kommen wir immer noch sehr gerne nach Spremberg. Die Spremberger Fans sind eine Klasse für sich, und für die lange Zeitder Treue möchten wir uns ganz herzlich bedanken. Wir waren bestimmt nicht das letzte Mal hier. Und ans Aufhören denken wir auch noch nicht."

In diesem Jahr noch wird es eine neue Scheibe von ,,Pusteblume" geben.