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| 17:40 Uhr

Lausitziale
Lausitziale-Verein startet Serie „Lieblingsfilme“

Peter Moschall erzählt, wie er aus Erwin Strittmatters Geschichte „Mücke am Blatt“ einen Film entwickelte.
Peter Moschall erzählt, wie er aus Erwin Strittmatters Geschichte „Mücke am Blatt“ einen Film entwickelte. FOTO: Lester Kielstein
Spremberg. Filmfreunde schauen sich „Die Mücke am Blatt“ von Peter Moschall an. Schülerin Lara Kantor hat zugesagt. Von Annett Igel-Allzeit

Die Filmfreunde der Spremberger Lausitziale haben eine neue Veranstaltungsserie gestartet: „Lieblingsfilme“ heißt. Bereits im Februar startete sie mit der turbulenten tschechoslowakischen Komödie „Der Feuerwehrball“ von Regisseur Milos Forman aus dem Jahr  1967. Ein Film, der in der Film-Top-Ten von Andreas Köfer, renommierter Kameramann, Leiter der Filmschule am Strittmatter-Gymnasium und Lausitziale-Mitglied, weit oben steht. Und weil der Auftakt bei den Vereinsmitgliedern gut ankam, öffnet der Verein um seinen Vorsitzenden Holger Fahrland die neue Serie „Lieblingsfilme“ nun jeden letzten Donnerstag im Monat für alle Filmfreunde der Region.

„Der Film ist eine tolle Kunstform. Sie können großartige Bilder sehen, Worten lauschen, Schauspieler beobachten, und dann ist da noch die Filmmusik, die meist auch etwas in einem auslöst“, sagt Andreas Köfer. Bei all der Beliebigkeit, der Oberflächlichkeit auf Youtube und Co. mache er sich inzwischen Sorgen um die Filmkunst. Sich einfach einen guten Film anschauen und anschließend noch darüber reden, das versucht der Lausitziale-Verein deshalb immer wieder. Für die neue Reihe kann Andreas Köfer viele Filme aufzählen. „Time of the Gypsies“ des rumänischen Regisseurs Emir Kusturica aus dem Jahr 1988 und „Die Liebenden von Pont-Neuf“, ein Film des Franzosen Leos Carax von 1991, gehören ebenso dazu wie „Der Kuss der Spinnenfrau“, eine amerikanisch-brasilianische Produktion von Hector Babenco von 1985 und Krytsof Kieslowskis „Drei Farben Blau“, ein französisch-polnischer Film.

Der zweite Film der Serie „Lieblingsfilme“ des Lausitziale-Vereins tanzt allerdings ein bisschen aus der Reihe. „Die Mücke am Blatt“ hat Vereinsmitglied Peter Moschall, Kameramann im Unruhestand, selbst produziert. Gezeigt wird er in der Lounge des Spremberger Bergschlösschens am Donnerstag, 22. März, 19 Uhr. Es geht um Erwin Strittmatter, die Schülerin Lara Kantor, den Sinn des Lebens und viel Lausitzer Landschaft. Warum Peter Moschall seinen Lieblingsfilm selbst gedreht hat, muss er am Donnerstag erklären.