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| 15:51 Uhr

Schule
Mit Taschenlampe und Warnweste zur Schule

Besonders gut leuchten wollen Welzower Kinder in dieser Woche auf ihrem Schulweg.
Besonders gut leuchten wollen Welzower Kinder in dieser Woche auf ihrem Schulweg. FOTO: LR / Annett Igel-Allzeit
Welzow. Welzower Grundschulkinder beteiligen sich an den landesweiten Tagen der Sichtbarkeit. Und einige Eltern leuchten mit. Von Annett Igel-Allzeit

58-mal kräftig geleuchtet hat es am Dienstagmorgen vor Welzows Grundschule. Karl-Heinz Scholz, Werner Lindner und Nicole Morgner vom Welzower Verein für Jugendverkehrserziehung zählen alle Kinder, die mit Leuchtkraft durch die Morgendämmerung laufen oder radeln. Denn die Welzower gehören zu den Grundschülern in Cottbus und Spree-Neiße, die sich am Wettbewerb „Sichtbarste Schule“ beteiligen. Um von den Verkehrsteilnehmern gesehen zu werden, tragen sie Warnwesten, leuchtende Mützen, helle Kleidung, Reflektoren an Taschen und Jacken. Ein Mädchen kommt mit Taschenlampe, die Mitschülerin flitzt in blinkenden Schuhen über den Zebrastreifen.

Schulleiter Norbert Breuer wickelt schmunzelnd ein Leuchtband vom Handgelenk. „Am Montag in der Aula haben wir mit den Schülern besprochen, was alles leuchten könnte“, erzählt er. Begonnen hatte die Vorbereitung für die landesweiten Tage der Sichtbarkeit zwei Wochen vor den Herbstferien. „Mit dem Verein für Jugendverkehrserziehung haben wir ausgelotet, ob wir dieses Thema setzen oder unsere Schüler schon gut sichtbar unterwegs sind.“ Tempo 30, die Bushaltestelle vorm Schulhaus, Verkehrslotsen, die eine junge Mutter schult – Verkehrssicherheit wird großgeschrieben in der Goetheschule. „Trotzdem bleibt ein Stück Eigenverantwortung der Eltern und Kinder. Drei Tage zu leuchten, ist gut. Noch besser wäre, wenn die Kinder an allen Tagen in der dunklen Jahreszeit leuchten wollen“, so Norbert Breuer.

In Warnweste kommt Peter Müller mit seinen Söhnen aus Neupetershain. „Zum zweiten Mal radeln wir mit dem Fahrrad zur Schule. Über leuchtende Kleidung nachzudenken, war noch ein guter Hinweis“, so der Vater. Melanie Eichwald schaut ihrer Tochter hinterher. „Sie ist Erstklässlerin und hat sich gern leuchtend angezogen“, sagt sie. Selbst hat sich die Mutter für einen weißen Rock entschieden. Dass Eltern leuchtend mitziehen, gefällt den Ehrenamtlern der Jugendverkehrserziehung. „Das erleben wir nicht oft. Ein Fahrrad, das gar kein Licht hat, haben wir heute Morgen hier entdeckt“, seufzt Karl-Heinz Scholz.