Dass Spremberg das Rennen um den Zuschlag für die Landesgartenschau (Laga) 2022 nicht bekommen hatte, schmerzte lange. Nach der dritten Absage im Dezember 2017 erklärte Bürgermeisterin Christine Herntier (parteilos) noch im Juli 2018: „Für eine Landesgartenschau werden wir so schnell keinen Antrag mehr stellen.“ Doch jetzt verbreitet Herntier neuen Laga-Optimismus: „Schließlich haben wir im Gegensatz zu anderen Städten ein fertiges Konzept“, sagt sie.

Spremberg.

Seit 2003 hoffen Spremberger auf eine Laga. Erste Ideen entstanden in bürgerschaftlicher Initiative. Sie flossen 2007 in die Machbarkeitsstudie ein. Doch mit der ersten Bewerbung für die Laga 2013 hatte die Stadt keinen Erfolg. Der Förderverein zur Durchführung einer Landesgartenschau in Spremberg, der sich 2008 gegründet hatte, begann in Eigeninitiative, Projekte umzusetzen.
Als der Kelch für die Laga 2019 an Wittstock/Dose ging, wurde die Bewerbung für die Laga 2022 auf die zwei „Verlierer“ Beelitz und Spremberg beschränkt – Beelitz gewann. Spremberg setzt trotzdem weitere Projekte aus dem Konzept um und orientiert sich dabei am Denkmalpflegerischen Gesamtkonzept für den Georgenberg.

Hoyerswerda

Für Spremberg käme auch eine Iga infrage

Hoyerswerda will Sachsens Laga 2025 an die Schwarze Elster holen, Cottbus will die Bundesgartenschau, die sie 1995 hatte, noch ein zweites Mal. Christine Herntier: „Klappt es mit der Laga nicht, spreche ich mit den Bürgermeistern der Region. Vielleicht können wir gemeinsam eine Iga in die Lausitz holen.“
Nach der Iga 2017 in Berlin soll die nächste Internationale Gartenbauausstellung 2027 in die Rhein-Ruhr-Region locken.