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Sturmschäden bei Spremberg
Landesamt will gefährliche Bäume an Radweg entfernen

Zwischen Bühlow und Cantdorf ist der Weg gesperrt.
Zwischen Bühlow und Cantdorf ist der Weg gesperrt. FOTO: René Wappler / LR
Spremberg. Radfahrer ignorieren Sperrung der Strecke bei Bühlow.

Das Landesumweltamt wird die Gefahr durch herabhängende Bäume auf dem Radweg zwischen Cantdorf und Bühlow bei Spremberg in nächster Zeit eindämmen. Das berichtet der Stadtverordnete Raik Nowka (CDU). „Zwar sieht sich das Amt rechtlich nicht dazu verpflichtet“, sagt er. „Aber nach meinem Hinweis, dass Leute trotz der Sperrung des Weges dort entlangfahren und joggen, soll die Gefahrenstelle beseitigt werden.“

Entrüstet zeigt sich jedoch Jens-Uwe Winkler, der für die Vereinten Wählergruppen bei den Stadtverordneten mitarbeitet. „Wir sollten dem Ministerium eine Terminkette geben oder die Arbeiten dem Land gleich in Rechnung stellen“, erklärt er. „Ich kann das so nicht akzeptieren, dass sich das Landesumweltamt rechtlich nicht für die Gefahrenstelle zuständig fühlt.“

Der Spremberger Baufachbereichsleiter Gerd Schmiedel möchte aber derzeit ohnehin gar nicht so viele Radfahrer am rechten Ufer der Spree von Wilhelmsthal zum Vorstaubecken schicken. „Weil das Absetzbecken Eins noch beräumt wird, sind an der Vorsperre, wo der Radweg einmündet, viele Lastkraftwagen unterwegs“, erläutert Gerd Schmiedel. Besser sei es, wenn sie den Weg links von der Spree zwischen Cantdorf und Bühlow nutzen.

Der Radweg entlang des Flusses zwischen der Vorsperre Bühlow und der Wilhelmsthaler Brücke ist bereits seit mehreren Monaten gesperrt. Bäume, denen Biber und Stürme zugesetzt hatten, hängen lebensgefährlich quer über dem Weg. Damit die Bäume beseitigt werden, hatte die Stadt Spremberg im März erneut das Landesamt für Umwelt angeschrieben. „Ich habe mich diesmal direkt an den Präsidenten gewandt“, sagte der stellvertretende Bürgermeister Frank Kulik.

(wr)