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| 01:29 Uhr

Laga-Verein kämpft um saubere Spree

Frisch zum Vorstand gewählt (v. l.) : die Beisitzer Joachim Würz und Dieter Rosnau, der stellvertretende Vorsitzende Jörg Pietsch, Beisitzerin Martina Nowothnick, Vereinsvorsitzender Frank Meisel und Kassenwart Jens-Uwe Winkler. Der Spremberger Markus Füller wurde zum vierten Beisitzer gewählt, konnte aber nicht an der Sitzung teilnehmen. Foto: Annett Igel
Frisch zum Vorstand gewählt (v. l.) : die Beisitzer Joachim Würz und Dieter Rosnau, der stellvertretende Vorsitzende Jörg Pietsch, Beisitzerin Martina Nowothnick, Vereinsvorsitzender Frank Meisel und Kassenwart Jens-Uwe Winkler. Der Spremberger Markus Füller wurde zum vierten Beisitzer gewählt, konnte aber nicht an der Sitzung teilnehmen. Foto: Annett Igel FOTO: Annett Igel
Spremberg. Mit grünem Berg und blauer Welle im Logo startet der Spremberger Landesgartenschau (Laga)-Verein die Schönheitskur der Stadt. Ein erstes Achtungszeichen will der Vorstand mit dem Lapidarium auf dem Georgen berg setzen. Kontrovers diskutiert wurde zum Stadtgrün. Von Annett Igel

Gespannt wartet Sprembergs Laga-Verein auf eine Entscheidung in Potsdam. “Weil die Internationale Gartenbauausstellung 2017 in Berlin stattfindet, wird überlegt, die Landesgartenschau von 2017 auf 2016 vorzuziehen. Egal wann die nächste Laga nach Prenzlau in 2013 stattfindet - wir werden die Stadt bei der erneuten Bewerbung begleiten„, sagt Frank Meisel, Vorsitzender des Fördervereins für die Durchführung der Landesgartenschau (Laga) in Spremberg.

Das erste Achtungszeichen will er aber schon in diesem Jahr mit dem Spatenstich fürs Lapidarium setzen. Mit alten Stelen, Grab- und Gedenksteinen soll das erweiterbare Zentrum des Lapidariums entstehen. “Wir sind mitten in der Vorplanung„, sagt Meisel. In die Gestaltung des Festplatzes und des Georgen berghanges möchte sich der Verein einbringen und das Fundament der Georgen kapelle freilegen. Länger dauern werde der Kampf gegen die braune Spree und die Neugestaltung des Flussufers. “Das Leben in Spremberg soll lukrativ sein und es soll Spaß machen„, sagt der Vereinsvorsitzende.

Nach der Gründungsversammlung am 1. Juli 2008 hatte der Verein bis ins Jahr 2009 hinein um die Eintragung ins Vereinsregister ringen müssen. Jetzt seien alle Hürden genommen, sagt Meisel. Der Verein hat derzeit 28 Mitglieder. Die Mitgliederversammlung in diesem Jahr ist am 5. September geplant. Die Vorstandssitzungen sind ab sofort öffentlich. Das sei gut für die Transparenz und die Diskussion, sagt Meisel: “Jedes Vereinsmitglied soll sich schließlich mit seinen Fähigkeiten einbringen können.„

Und mit seinen Ansichten. Beisitzer Dieter Rosnau hofft, dass sich sein Verein für den Erhalt des Stadtgrüns einsetzt. Zu schnell seien ihm im Vorjahr die Bäume an der Berliner Straße verschwunden. “Nun wird wieder eine Keulaktion gestartet, um die junge Baumallee zu vervollständigen. Solche Entscheidungen überlässt man nicht der Verwaltung. Sie ist da wie blind„, sagt Rosnau.

Wieland Böttger, Laga-Vereinsmitglied und Chef des Nabu-Regionalverbandes, verwies auf die nächsten Generationen der Spremberger, an die auch gedacht werden müsse: “Eine komplett neue Allee bringt ihnen mehr, als immer wieder Geld für Lückenschließungen auszugeben. Die alten Bäume nehmen den Neuanpflanzungen das Licht„, sagt Böttger.