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| 17:19 Uhr

Laga-Verein hofft auf Paten für Riesen-Blumentöpfe

Jens-Uwe Winkler hofft auf Paten – auch für den Blumentopf mit dem großen Anker.
Jens-Uwe Winkler hofft auf Paten – auch für den Blumentopf mit dem großen Anker. FOTO: wr
Spremberg. Mitglieder regen Modell finanzieller Hilfe zur Pflege der Pflanzen in Spremberg an: Beispiele anderer Städte sprechen dafür. René Wappler

Für die riesigen Blumentöpfe in Spremberg sucht der Laga-Verein nach Paten: Wer einen Beitrag leisten will, um die Stadt zu verschönern, könnte sich demnach finanziell an der Pflege der Pflanzen beteiligen. Jens-Uwe Winkler vom Laga-Verein erläutert: "Viele Leute würden sich gern engagieren, nur fehlt ihnen oft die Zeit dafür." Die Übernahme einer Patenschaft betrachtet er als eine Chance, dieses Problem aufzulösen.

Ähnlich funktioniert das Prinzip in anderen Städten der Region, zum Beispiel im Cottbuser Tierpark. Paten unterstützen die Anlage, indem sie Geld zum Kauf von Bänken beisteuern. An ihre Hilfe erinnern dann kleine Messingtafeln, in die der Name des jeweiligen Spenders eingraviert ist. Darüber hinaus übernehmen viele Cottbuser einen Teil der Kosten für die Haltung ihre Lieblingstiere im Zoo.

Die vier großen Blumentöpfe in Spremberg, im September 2015 als Symbole für die Bewerbung zur Landesgartenschau installiert, haben inzwischen schon einiges durchgemacht: Randalierer warfen die Kübel um, rissen immer wieder Pflanzen heraus, sodass sich schließlich die parteilose Bürgermeisterin Christine Herntier an die Öffentlichkeit wandte: Sie sagte vor den Stadtverordneten, die Täter sollten sich dafür schämen, dass sie die Arbeit engagierter Einwohner derart missachten.

Neben der reinen Pflege der Pflanzen kommen für die Unternehmer und Vereinsmitglieder aufgrund der Randalierer regelmäßig weitere Kosten für Reparatur und Ersatz hinzu. Der Spremberger Altstadtsanierer ASG unterstützt den Laga-Verein, indem er die Kosten für das Bepflanzen der Kübel für dieses Jahr übernommen hat.

Jüngst hat jemand im Blumentopf am Kreisverkehr in der Kantstraße ein denkwürdiges Souvenir hinterlassen: einen großen Anker, dessen symbolische Bedeutung vorerst unklar bleibt. Jens-Uwe Winkler vom Laga-Verein sagt dazu: "Was auch immer dieser Anker in künstlerischer Hinsicht aussagen soll - wir behalten ihn jetzt einfach als Teil der Gesamtinstallation."