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Unwetterschäden
Kuthenbrücke und Wege gesperrt

Holger Wahl und Kerstin Nowka inspizieren den Schaden.
Holger Wahl und Kerstin Nowka inspizieren den Schaden. FOTO: Rene Wappler
Spremberg . Stromausfälle, entwurzelte Bäume, Schäden an Dächern – der Sturm Xavier hat auch in der Spremberger Region viel Sachschaden hinterlassen. "Aber Menschen, und das ist das Wichtigste, wurden nach unseren Informationen in Spremberg nicht verletzt", so Frank Kulik, der stellvertretende Bürgermeister. René Wappler und Annett Igel-Allzeit

Eine entwurzelte Platane fiel am Donnerstag gegen 18 Uhr in der Bergstraße auf drei Autos, die zum Fuhrpark des Albert-Schweitzer-Familienwerks gehören. Geschäftsführer Dr. Holger Wahl: "Eine Nachbarin rief unseren Hausmeister an, der wiederum informierte uns, die Feuerwehr und die Versicherung."

Die Mitarbeiter des Albert-Schweitzer-Familienwerks zeigen sich trotz des hohen Schadens erleichtert, dass niemand im Fahrzeug saß: Der mächtige Stamm quetschte das Dach regelrecht zusammen. Dabei stehen die Autos derzeit nur an diesem Ort, weil ihr ursprünglicher Parkplatz durch Bauarbeiten belegt ist. Auch die gesamte Zaunanlage riss der Baum um. Eines der Fahrzeuge nutzte die Verwaltung des Familienwerks für Fahrten zum Jugendamt und zu Fachleuten des Spree-Neiße-Kreises. Die zwei Kleinbusse dienten den Touren mit Kindern. Holger Wahl erklärt: "Uns ärgert es besonders, dass diese Busse schwer beschädigt wurden." Trotz der abgeschlossenen Versicherung sei zu befürchten, dass das Familienwerk auf einem Teil der Kosten sitzen bleibt. Immerhin reagierten die Mitarbeiter der Stadtverwaltung schnell. "Sie halfen uns sofort und unbürokratisch, indem sie anboten, den Baum so schnell wie möglich zu entfernen", sagt Wahl.

Zwischen 17.20 und 22.30 Uhr am Donnerstag, so Frank Kulik, rückte die Feuerwehr in Spremberg und den Ortsteilen zu 39 Einsätzen aus, ein Einsatz kam noch am Freitagmorgen dazu. "Es galt, Sturmschäden im Rahmen der sofort notwendigen Gefahrenabwehr zu beseitigen sowie Verkehrsflächen zu beräumen, um den öffentlichen Verkehr zu gewährleisten", sagt Kulik. Mitarbeiter des Betriebshofes wurden in die Schadensbekämpfung eingebunden und kümmern sich jetzt um die Nachberäumung. Mit Haidemühl, Sellessen, Groß Luja und Türkendorf waren ab Donnerstagabend vier Ortsteile von Stromausfällen betroffen. Die Kita in Sellessen und die Heidegrundschule nahmen trotzdem Kinder auf. Am Freitagvormittag floss wieder Strom in den Dörfern.

Ein paar Tage, so Kulik, werde das Aufräumen dauern. Gesperrt bleiben müssen vorerst die Kuthenbrücke in Trattendorf, der Radweg zwischen der Brücke Wendenstraße und der Kuthenbrücke und der Kollerbergweg. "Wir können nur um Verständnis bitten, dass wir nicht gleichzeitig überall sein können", sagt Kulik. Wer am Wochenende weitere Schäden entdeckt, kann sie einfach per E-Mail melden (info@stadt-spremberg.de). "Wir arbeiten das ab", versichert Kulik.

Auf dem Adolf-Damaschke-Platz hat der Sturm eine Eiche gefällt.
Auf dem Adolf-Damaschke-Platz hat der Sturm eine Eiche gefällt. FOTO: Igel-Allzeit