Der Seidewinkler Metallgestalter ist längst kein Unbekannter mehr in der Region und auch darüber hinaus, immerhin gehört er seit 1968 dem Bran-
denburger Verband Bildender Künstler an. In diesen Jahrzehnten hat Manfred Vollmert unzählige künstlerische Arbeiten geschaffen, die noch heute in Hoyerswerda, Kromlau, Lübben, Golßen, Großröhrsdorf, Rostock, Berlin und vielen weiteren Orten zu Blickfängen geworden sind und zum Verweilen einladen.
Manfred Vollmert: „Jeder Brunnen sieht anders aus, wird individuell gestaltet. Der Brunnen für Haidemühl ist, wenn ich richtig zähle, der 38. Brunnen, der in meiner Werkstatt entsteht.“
Der Brunnen für den neuen Ort ist eine Gemeinschaftsarbeit mit dem Künstler Prof. Gerhart Lampa, der Glasgestalterin Beate Bolender und Manfred Vollmert. Die Grundidee für dieses Werk hatte der Senftenberger Gerhart Lampa. Er saß mit dem Metallgestalter zusammen, es wurde diskutiert und ein Grundmodell erarbeitet. Viele Skizzen entstanden, ehe dann das Richtige gefunden war. Schließlich konnte Manfred Vollmert an die Arbeit gehen, er fertigte innerhalb von vierzehn Tagen das Modell aus Kupfer mit Glas im Kleinformat - in einem Maßstab von 1:10 - an. 45 Zentimeter ist das Modell hoch. Ein Planungsbüro aus Großräschen fertigte die Skizzen zur Wasserführung für den Brunnen an. Die Grundkonstruktion geht in diesen Tagen dem Ende entgegegen, sie besteht aus Edelstahl, verblendet mit Kupfer. Der Brunnen - verbunden mit Glaselementen - wird nach seiner Fertigstellung eine Höhe von 4,50 Meter erreichen. An seiner Spitze werden 30 Glaselemente, unter ihnen auch einige farbige, in einer Größe von 20 mal 20 Zentimetern in Kupfer gefasst und am Brunnen befestigt. Insgesamt werden dann etwa 40 Glaselemente mit unterschiedlichen Strukturen den Brunnen zieren.
800 Stunden sind ganz sicher notwendig, bevor der Seidewinkler Metallgestalter dieses Kunstwerk vollendet hat. Der kunstvolle Kupferbrunnen wird als eine zentrale Figur gebaut und mit einer Umwälzpumpe zum Sprudeln gebracht. Ende des Jahres will Manfred Vollmert diesen Auftrag, den er von Vattenfall erhalten hat, gemeinsam mit seinem Mitarbeiter Harald Weiße realisiert haben. Manfred Vollmert: „Die Wasserprobe wird voraussichtlich erst im Frühjahr durchgeführt werden können. Dann sind die Betonarbeiten in Neu-Haidemühl hoffentlich so weit fortgeschritten, dass der Brunnen aufgestellt werden kann. Das ist für mich natürlich immer ein besonders schöner Moment.“