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Zeitzeugen halten die Erinnerung wach
Autoren graben in Stadtgeschichte

Veronika Dubrau freut sich darüber, dass der neue Heimatkalender auch sie erwähnt.
Veronika Dubrau freut sich darüber, dass der neue Heimatkalender auch sie erwähnt. FOTO: René Wappler / Medienhaus Lausitzer Rundschau
Spremberg. Der Spremberger Heimatkalender beleuchtet zum Jubiläum auch seine eigene Historie. René Wappler

Der Spremberger Heimatkalender für das Jahr 2018 ist erschienen. Die Autoren erinnern an den Kanusportler Horst Kleinert, an die letzten Tage des Zweiten Weltkrieges – und an ein Jubiläum in eigener Sache.

30 Heimatkalender in Folge hat der Spremberger Kulturbund inzwischen herausgegeben, wie Tassilo Schulz und Eckbert Kwast in einem Beitrag für das Magazin feststellen. Dabei sei das wahre erste Erscheinungsdatum nicht genau zu bestimmen: „Tatsächlich belegbar ist eine Ausgabe aus dem Jahr 1908, die sich im Fundus des Niederlausitzer Heidemuseums befindet.“ Bis zum Jahr 1940 sei der Heimatkalender in sporadischer Folge erschienen, dann erst wieder drei Mal nacheinander ab dem Jahr 1957 – und schließlich ruhte das Projekt bis zum Ende der DDR.

Als einen möglichen Grund dafür nennen die Autoren einen „Mangel an Artikelschreibern, denen die einseitige ideologische Ausrichtung nicht behagte“, vielleicht auch Engpässe beim Druckpapier. Fest steht nur: Seit dem Jahr 1989 erscheint der Heimatkalender tatsächlich Jahr für Jahr.

Das Erscheinen des Heimatkalenders in den vergangenen 30 Jahren folgte dem Ziel, „den Lesern Geschichte und Geschichten der Region nahezubringen, über besondere Ereignisse und das Wirken von Personen für die Stadt und ihre Umgebung zu informieren und nicht zuletzt breit gefächerte heimatkundliche sowie populäre wissenschaftliche Kenntnisse zu vermitteln“: So fassen es Tassilo Schulz und Eckbert Kwast zusammen.