| 13:21 Uhr

Spremberg
Lausitziale richtet Filmball aus

Comedy-Kellnerin Rosa, im wirklichen Leben Franziska Traub, unterhielt die Gäste am Abend und schlüpfte in die Rolle einer Putzfrau.
Comedy-Kellnerin Rosa, im wirklichen Leben Franziska Traub, unterhielt die Gäste am Abend und schlüpfte in die Rolle einer Putzfrau. FOTO: Martina Arlt / LR
Spremberg. Erfolgreiche Premiere im Spremberger Bergschlösschen: Preis geht an Carmen-Maja Antoni.

Wie es so oft in einem Verein ist, man muss immer wieder neue Ideen entwickeln. Das taten auch die Freunde der Lausitziale unter Regie von Holger Fahrland sowie Siegmar Schulz. Sie bereiteten mit viel Herzblut den ersten Spremberger Filmball der Lausitziale im Mehrgenerationszentrum Bergschlösschen vor.

Unter dem Motto „Die entfesselte Kamera“ drehte sich natürlich alles am Abend um Film, Fernsehen, Theater und Kino. An den Wänden hingen jede Menge Plakate, die oft an Film-Geschichte erinnerten. Auch an der Decke des Saales wurden viele Filmausschnitte dargestellt, die von den Besuchern mit Interesse angeschaut wurden.

Mehr als 80 Gäste liefen über den roten Teppich am Eingangsbereich, erschienen im festlichen Kostüm und ließen es sich am Abend so richtig gut gehen. Dazu hatten die Organisatoren viele Künstler eingeladen sowie ein Filmquiz am Abend vorbereitet, begleitet von einem Galabuffet.

Für jeden Spaß waren auch die Comedy-Kellner Franziska Traub und Lutz Jope zu haben. Besonders Franziska, die an diesem Abend als „Rosa“ in die Rolle der Putzfrau schlüpfte, hatte jederzeit etwas mit den Besuchern zu plaudern. Angelika Krüger aus Spremberg gehörte zu den Gästen. Sie war von diesem Abend sehr positiv überrascht: „Es ist ein sehr schöner Ball für jedes Alter. Festliches Ambiente bei Kerzenschein, gutes Essen und beste Unterhaltung, was will man mehr. Dieser Filmball sollte auf jeden Fall eine Fortsetzung finden“, stellte die 58-Jährige fest.

Holger Fahrland als Vorsitzender der Lausitziale und Birgit Kamenz als Chefin des Bergschlösschens gaben nicht nur den Startschuss für den Premiere-Filmball, sie eröffneten den tänzerischen Abend auch mit einem Walzer auf dem Parkett. Auf den Leinwänden wurden Filmausschnitte gezeigt von Werken wie „Der Dicke und ich“ aus dem Jahr 1981 oder „Der Mann, der nach der Oma kam“ aus dem Jahr 1972. Schließlich flimmerte auch die Videobotschaft von der Übergabe der „Perle der Lausitz“ über die Leinwand. Denn die Spremberger waren zur Übergabe der Ehrung „Perle der Lausitziale 2017“ zu Carmen-Maja Antoni persönlich gereist, um ihr diesen Preis zu überreichen. Mit großer Freude nahm die prominente Schauspielerin die Auszeichnung der Lausitziale entgegen, die jährlich an besondere Persönlichkeiten verliehen wird. Der Preis ist eine Skulptur, die eine in uralte Mooreiche gefasste Glasperle darstellt. Schließlich gilt Spremberg als „Perle der Lausitz“.

Die bekannte Schauspielerin konnte am Samstagabend in Spremberg nicht persönlich erscheinen. Doch Siegmar Schulz hielt eine sehr einprägsame Laudatio auf die Schauspielerin, die seit Jahrzehnten aus Funk und Fernsehen bekannt ist. Sie begleitete unter anderem ein Film-Projekt mit Spremberger Gymnasiasten. Mit elf Jahren hatte sie bereits selbst Erfahrungen vor der Kamera gesammelt, und heute zählt sie zu den ganz Großen, die auf den Bühnen des Landes stehen.

Schließlich begrüßte an diesem Abend auch noch Schauspieler und Geschichtenschreiber Michael Becker vom Cottbuser Theater die Spremberger Gästeschar und bezog das Publikum bei seinen Erzählungen mit ein. Ulrich Meißner vom Lausitziale-Verein tauchte zu fortgeschrittener Stunde mit Platten auf, die gern wieder gehört wurden, wie Musik von Stephan Remmler oder Frank Schöbel.

Zur Unterhaltung des Abends trugen ebenso „The Hornets“ aus Leipzig mit Musik aus den 50er und 60ern bei, Hellmuth Henneberg und Karsten Noack mit einem Posaunenprogramm, Therese Kern mit Bauchtanzdarbietungen sowie DJ Ulli Schmidt. Versüßt wurde der Abend mit Felicitas-Schokolade, die Gabi Schulz für die Gäste verteilte.