Peu à peu fährt das kulturelle Leben in der Region wieder hoch. So auch in Spremberg. Dazu passt die frohe Botschaft, dass die Weiße Tafel in diesem Jahr abermals stattfinden wird – am 1. August. Darüber berichtet jüngst der Verein Jugend und Soziales, da er als Veranstalter dieses festlichen Dinners gilt. Allerdings findet das beliebte Kultur-Picknick aufgrund der Corona-Auflagen nicht an seinem altbekannten Platz statt.
„Durch das noch immer geltende Abstandsgebot kommt der Bullwinkel und die Lange Straße diesmal schlichtweg nicht infrage“, so der Vereinsvorsitzende Alexander Fritzke. Zudem hätte man das Areal absperren beziehungsweise umzäunen müssen, um an die Kontaktdaten der Anwesenden zu gelangen, heißt es weiter. Diese Daten sind nämlich noch immer zwingend erforderlich, sollte es wider Erwarten zu einer Ansteckung mit dem Covid-19-Virus kommen. Wie Fritzke aber hervorhebt, hat sich die Stadt wohl umgehend um zwei Ausweichquartiere gekümmert.

Die Weiße Tafel in Spremberg zieht wegen Corona um

So wurde den Tafel-Initiatoren sowohl die Festplatz-Wiese an der Georgenstraße als auch das Areal an der Freilichtbühne vorgeschlagen. Lange mussten Fritzke und sein Team nicht überlegen und so fiel die Entscheidung recht schnell auf die Freilichtbühne, wie Fritzke erklärt. „Die Bühne und Sanitäranlagen sind dort ja schließlich vorhanden und müssen nicht erst noch organisiert werden.“
Was an der einen Stelle gespart wird, muss an anderer Stelle jedoch wieder ausgegeben werden. So koste die Beschallung an diesem Standort etwas mehr, und außerdem werde es diesmal einen Sicherheitsdienst – zum Führen der Listen – geben, so Fritzke.

Spremberg

Trotz des Sicherheitskonzepts und der anderen Location hoffen die Organisatoren auf einen positiven Anklang bei den Sprembergern und viele weiß gekleidete Gäste. „Und natürlich wird die Tafel auch in diesem Jahr wieder musikalisch umrahmt.“ Obwohl Fritzke sich mit den Namen der Künstler bislang bedeckt hält, verrät er, dass es sich um Lokalmatadoren und einen polnischen Act handeln wird. Schließlich werden auch diesmal wieder Vertreter der polnischen Partnerstadt Szprotawa erwartet, wie Fritzke bestätigt.

Im kommenden Jahr gibt es die Weiße Tafel auch in Sachsen

Und wer weiß, vielleicht wird demnächst auch mal eine Spremberger Delegation in die Partnerstadt reisen, um dort an einer Weißen Tafel Platz zu nehmen und den Gastgebern kulinarische Leckerbissen der Region zu kredenzen.
Am Bullwinkel in Spremberg hatte eine neue Veranstaltungsreihe Premiere, die "Weiße Tafel".  Das Besondere: Die "Weiße Tafel" ist ein verabredetes Essen an außergewöhnlichen, öffentlichen Plätzen. Merkmal ist, dass alle Teilnehmer in weiß gekleidet sind, sie alle erforderlichen Utensilien selbst mitbringen und nach dem Ende der Tafel keine Spuren hinterlassen werden.

Bildergalerie Am Bullwinkel in Spremberg hatte eine neue Veranstaltungsreihe Premiere, die „Weiße Tafel“. Das Besondere: Die „Weiße Tafel“ ist ein verabredetes Essen an außergewöhnlichen, öffentlichen Plätzen. Merkmal ist, dass alle Teilnehmer in weiß gekleidet sind, sie alle erforderlichen Utensilien selbst mitbringen und nach dem Ende der Tafel keine Spuren hinterlassen werden.

Wie Fritzke zudem verrät, sind die Pläne im benachbarten Sachsen schon etwas weiter. „Im nächsten Jahr möchte man in Uhyst, in der Gemeinde Boxberg, auch eine Weiße Tafel organisieren und wir helfen bei den Formalien“, so Alexander Fritzke, der in diesem Jahr auf mindestens 200 Gäste hofft. Am Platz wird es zumindest nicht liegen, da vor der Bühne und auf den Bänken genügend Sitzgelegenheiten zur Verfügung stehen.