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| 01:07 Uhr

Kriegstote umgebettet

Region.. Mitglieder des Volksbunds deutsche Kriegsgräberfürsorge (VdK) haben gestern auf dem Friedhof zwischen den Forster Ortsteil Eulo und Horno 68 Kriegstote begraben. Volksbundmitarbeiterin Gisela Kowalke las zum Gedenken ein Gedicht eines 1943 an der Ostfront gefallenen Soldaten.

Auch Pastorin Dagmar Wellenbrink sprach an den neu ausgehobenen Gräbern und segnete die Erde, bevor Erwin Kowalke, langjähriger Chefbestatter des VdK, zur Schaufel griff.
Auf einem abgeteilten Bereich des Friedhofs wurden die Toten nun im Schatten eines großen Holzkreuzes bestattet. Die Totenruhe der 1945 beim Dorf Horno umgekommenen Soldaten und Zivilisten musste im Rahmen der Umbettung des Friedhofes von Horno nach Forst gestört werden. Bereits am Tag zuvor hatten die Volksbundmitglieder Euloer Kriegstote in die neue Kriegsgräberstätte umgebettet.
Die sterblichen Überreste von sechs sowjetischen Soldaten, die bisher nahe der alten Hornoer Kirche begraben waren, sollen hingegen auf dem sowjetischen Ehrenfriedhof in Lebus ihre letzte Ruhe finden, sagte Christian Lucia vom Kreisvorstand des VdK.
Wie er sagte, habe die Störung der Totenruhe vielleicht sogar etwas Gutes. „Bei der Exhumierung haben wir bei einigen deutschen Soldaten komplette Identifizierungsmarken gefunden.“ Da bei der Identifizierung in der Regel die halbe Marke nicht beim Toten bleibt, ist es möglich, dass die Personen bis heute als verschollen gelten. Vielleicht könne man anhand der Marken ihr Schicksal klären und den Angehörigen endlich Gewissheit über die letzte Ruhestätte der Soldaten bringen, so Lucia.
Die Umbettung des Hornoer Friedhofes nach Forst ist inzwischen größtenteils abgeschlossen. (klw)