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Krankenhaus Spremberg zahlt 2,5 Prozent mehr

Spremberg. Bei den Tarifverhandlungen mit der Spremberger Krankenhausgesellschaft mbH ist eine Einigung erzielt worden. Laut Dienstleistungsgesellschaft Verdi erhalten rund 250 Beschäftigte rückwirkend ab Januar 2,5 Prozent mehr Entgelt. Jürgen Scholz

Die Nachzahlung erfolgte mit dem Entgelt für August. Bei einer Pflegefachkraft erhöhe sich das monatliche Entgelt, abhängig von der Betriebszugehörigkeit, zwischen 55 bis 70 Euro monatlich. Zusätzlich werde ab 1. Juli 2017 der Nachtzuschlag je Stunde um 22 Cent erhöht. Bei den Auszubildenden wird das monatliche Entgelt rückwirkend um 30 bis 55 Euro erhöht, abhängig von der Art der Ausbildung und dem Ausbildungsjahr. "Mit dem neuen Tarifvertrag ist eine weitere Verbesserung der Arbeitsbedingungen gelungen", so Gewerkschaftssekretär Ralf Franke. "Nur durch Tarifverträge und durch einen gesetzlich geregelten Personalschlüssel für die Pflegestellen in den Krankenhäusern können die Pflegeberufe attraktiver gestaltet werden."

Die Entgelte im Krankenhausbereich sind sehr unterschiedlich, was teilweise am Träger liegt, aber auch an der Größe des Krankenhauses. Generell hätten es die kleinen Häuser wirtschaftlich schwerer als die großen, die besser vergütete Spezialleistungen anbieten können, so Franke, der zum Vergleich mal das monatliche Grundentgelt einer Krankenschwester auf einer "Normalstation" bei einer angenommenen 40-Stunden-Woche verglichen hat. Demnach liegt eine Krankenschwester in Spremberg immer noch 7,7 Prozent unter dem Gehalt ihrer Kollegin im Cottbuser CTK. Geringfügig besser als im CTK wäre ihre Kollegin in der Lausitz Klinik Forst gestellt, die noch bis Ende 2014 Mitglied des kommunalen Arbeitergeberverbandes war. Schlechter gestellt wäre eine Krankenschwester am Elbe-Elster-Klinikum, die acht Prozent weniger als ihre Kollegin am CTK bekommt, jeweils ohne Berücksichtigung von Zulagen, Zuschlägen oder Weihnachtsgeld. Mehrheitseigentümer der Spremberger Krankenhausgesellschaft ist mit 51 Prozent ein Förderverein, dem fast ausschließlich Mitarbeiter angehören. 49 Prozent gehören der Stadt Spremberg.