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Krankenhaus protestiert in Berlin

Spremberg.. Die Mitarbeiter des Spremberger Krankenhauses wollen am 25. September in Berlin bei einer Großdemon stration für eine bessere Krankenhausfinanzierung teilnehmen. Das erklären der Betriebsratsvorsitzende Mathias Warno und die Krankenhausgeschäftsführerin Kathrin Möbius.


Dabei solle auf die dringend notwendige Änderung der derzeitigen Krankenhausfinanzierung aufmerksam gemacht werden. „Das Budget der Krankenkassen ist zwar moderat angepasst worden, aber Kosten für Energie, die erhöhte Mehrwertsteuer und die Tariferhöhungen bleiben dabei unberücksichtigt“ , beklagt die Geschäftsführerin. So hätten sich beispielsweise die Ausgaben für Öl, Gas, Fernwärme, Strom und Wasser binnen drei Jahren für das Spremberger Krankenhaus um 29 000 Euro erhöht. Das habe zur Folge, dass das zur Verfügung stehende Budget immer knapper wird, was wiederum Einsparungen notwendig mache. „Rationalisierungen sind bis zu einem gewissen Punkt möglich, aber irgendwann ist die Zitrone ausgepresst“ , erklärt Kathrin Möbius. Ansonsten leide die Qualität.
„In den vergangenen Jahren hat es keine Entlastungen gegeben. Im Gegenteil: Die Arbeit ist für unsere Mitarbeiter viel intensiver geworden“ , sagt die Krankenhauschefin. So müssten die 265 Mitarbeiter immer mehr Patienten versorgen und pflegen. Das Spremberger Krankenhaus habe im vergangenen Jahr 5661 Patienten stationär und 649 ambulant behandelt. Fünf Jahre zuvor seien es dagegen 5366 stationäre und 376 ambulante Patienten gewesen. Die Zahl der Mitarbeiter habe sich in der Zeit jedoch nicht erhöht. Kathrin Möbius geht davon aus, dass die Patientenzahlen in Anbetracht der älter werdenden Bevölkerung weiter steigen werden.
Die Krankenhausmitarbeiter seien sich in der Vergangenheit immer der Unterstützung der Spremberger gewiss gewesen und hoffen auch bei der Demonstration auf rege Beteiligung. Die Fahrt nach Berlin werde vom Krankenhaus organisiert und sei kostenlos. Anmeldungen würden bis Dienstag, 9. September, unter der Telefonnummer 03563 52396 entgegengenommen. (pk)