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| 15:30 Uhr

Sicherheit bis zum Jahr 2020
Krankenhaus in Spremberg behält seine Orthopädie

Spremberg. Geschäftsführerin Kathrin Möbius besuchte am Freitag das Gesundheitsministerium. Vom Beschluss zeigte sie sich überrascht.

Ein Wunsch erfüllt sich für die Chefin des Spremberger Krankenhauses. Kathrin Möbius hat am Freitag erfahren, dass die Orthopädie vorerst bis zum Ende des Jahres 2020 bestehen bleibt. Neben weiteren Mitarbeitern des Krankenhauses besuchte sie am Morgen das Gesundheitsministerium in Potsdam. „Es ging darum, orthopädische Leistungen über das Jahr 2017 hinaus zu besprechen“, sagt sie. Dafür hatte sie nach eigenen Worten „umfangreiche Gutachten eingereicht“. Allerdings rechnete sie zunächst nicht damit, dass in diesem Gespräch schon eine Entscheidung fällt. So zeigte sie sich auf der Rückfahrt nach Spremberg immer noch überrascht. „Wir können jetzt in hoher Qualität weiter arbeiten“, erklärt Kathrin Möbius.

Ohne die Orthopädie würde der Erlös um eine Million Euro sinken. Darauf wies Sabine Manka vom Förderverein des Krankenhauses im September 2017 hin. Damals feierte der Verein im Hotel Georgenberg seinen 20. Geburtstag. „Personalabbau wäre die Folge“, sagte Sabine Manka. „Weniger operierende Ärzte gehen mit weniger Fachkräften in der Pflege einher, weshalb wir im Ernstfall die Rettungsstelle nicht mehr vernünftig besetzen könnten.“

Zu den Gästen des Jubiläums zählte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD).  Er versicherte: „Wir werden die heutige Krankenhauslandschaft erhalten und weiter entwickeln.“ Gerade auf dem Land müsse die medizinische Versorgung für die Einwohner erreichbar bleiben.

Das Land Brandenburg hat die Klinik in Spremberg seit dem Jahr 1991 insgesamt mit ungefähr 45,65 Millionen Euro unterstützt. Das teilt das Ministerium für Gesundheit mit. Im Jahr 2017 bekam das Krankenhaus 760 000 Euro. Für das Jahr 2018 kann es mit 761 500 Euro aus der Investitionspauschale rechnen.

Geschäftsführerin Kathrin Möbius sagt: „Nun haben wir Sicherheit bis zum Jahr 2021.“ Wie es dann weiter geht, steht noch nicht fest. Die Länder Berlin und Brandenburg bereiten derzeit einen abgestimmten Plan für die Krankenhäuser vor, wie das Ministerium in Potsdam mitteilt.

Im Land Brandenburg gibt es 53 Krankenhäuser. Die Klinik in Spremberg beherbergt 160 Betten.