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| 15:04 Uhr

Spremberg
In fernen Ländern und fremden Schuhen

Ramona Pietkiewicz am Klavier und Saskia Sellnau an der Querflöte spielten Stücke großer Komponisten aus Japan, Tschechien und Spanien.
Ramona Pietkiewicz am Klavier und Saskia Sellnau an der Querflöte spielten Stücke großer Komponisten aus Japan, Tschechien und Spanien. FOTO: Detlef Bogott
Spremberg. Miniaturen und Lyrisches verschiedener Komponisten spielen Ramona Pietkiewicz und Saskia Sellnau. Von Detlef Bogott

Es war ein Konzert der etwas anderen Art. Ein Streifzug großer Komponisten und Musiker. Ramona Pietkiewicz und Saskia Sellnau nahmen am Samstagnachmittag die Gäste des Konzerts mit auf eine Reise in verschiedene Länder und zu ihren großen Komponisten.

Mit Werken des japanischen Komponisten und Dirigenten Hayashi Hikaru begann das klassisch-musikalische Konzert. Es folgten Werke des tschechischen Komponisten des Neoklassizissmus Bohuslav Martinus. Fünf lyrische Gedichte für Flöte stammten aus der Feder des Japaners Takada Shin’ichi. Vom spanischen Komponisten Joaquin Turina kamen mehrere Stücke unter dem Motto „En la zapateria“ (Im Schusterladen) zur Aufführung. Mit dem Werk von Miyagi Michio, einem japanischen Komponisten und Koto-Meister, kam das 1929 komponierte „Das Meer im Frühling“ zur Aufführung. Matsuyama Yüshis „Der Mond über der Bergruine“ ist ein Gedicht des Lyrikers Doi Bansui. Das bis heute als Volkslied in Japan weithin bekannte Stück wurde von Sakia Sellnau gesungen. Die Werke wurden von Ramona Pietkiewicz und Saskia Sellnau einzeln und auch gemeinsam vorgetragen.

Die Wege der beiden Musikerinnen kreuzten sich zum ersten Mal 2015 in der Bundes- und Landesmusikakademie in Rheinsberg beim Chorleiterseminar des Brandenburgischen Chorverbandes. Seit 2016 verfolgen sie regelmäßig gemeinsame musikalische Projekte, deren Höhepunkt das am Samstag erste gemeinsame Konzert darstellt. Ramona Pietjiewicz (35) erhielt an der Musikschule in Spremberg eine umfassende musikalische Ausbildung in den Fächern Klavier, Gitarre und Gesang. Zusätzlich war sie in verschiedenen Chören aktiv. Nach dem Abitur entschloss sie sich zu einem Musikpädagogikstudium an der Fachhochschule Lausitz in Cottbus. Derzeit unterrichtet sie an der Musikschule in Hoyerswerda in den Fächern Klavier und Gitarre und ist als Chorleiterin tätig. Unter ihrer künstlerischen Leitung singen der Spremberger Stadtchor des Albert- Schweitzer-Familienwerk, der Kinder- und Jugendchor „Die Sternschnuooen“ sowie das Vokalensemble „Musik Angels“.

Saskia Sellnau (37) entdeckte als Kind ihre Liebe zur Musik beim Spiel auf der Blockflöte. Später wechselte sie zur Querflöte und erhielt viele Jahre an der Musikschule Joseph-Schmidt in Berlin Adlershof Instrumentalunterricht. Schon zu Schulzeiten sang sie in verschiedenen Chören. Heute ist die Musik für sie ein Hobby, oftmals aber mehr. In ihrem Heimatort am Stadtrand von Berlin leitet sie seit Ende 2008 eine Vokalgruppe und seit 2011 auch eine Instrumentalgruppe. Zudem spielt sie seit Jahren in einem Flötenquartett. Neben der Musik gilt ihr Interesse der Geschichte und Kultur Japans. Beide Musikerinnen, die sich vor drei Jahren zufällig ein gemeinsames Zimmer in der Bundes- und Landesakademie teilten, sind nach wie vor eng freundschaftlich verbunden.