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| 14:31 Uhr

Wasserwandern in Spremberg
Fördermittel für neue Bootsstege aus Kunststoff

 Ins Kanu wie hier am kleinen Bootssteg am Weißen Wehr zu klettern, ist eine wacklige Angelegenheit: Das Kanu wackelt und in Spremberg auch so mancher Steg.
Ins Kanu wie hier am kleinen Bootssteg am Weißen Wehr zu klettern, ist eine wacklige Angelegenheit: Das Kanu wackelt und in Spremberg auch so mancher Steg. FOTO: LR / Annett Igel-Allzeit
Spremberg. Die Stadt Spremberg bekommt 112 000 Euro aus dem Topf für Bergbausanierung. Von Annett Igel-Allzeit

(ani) Gute Nachrichten hat Kathrin Schneider, die Ministerin für Infrastruktur und Landesplanung,  für Spremberg. Mit knapp 112 000 Euro wird ihr Ministerium die Stadt beim Bau von 14 neuen Steganlagen unterstützen. Die Mittel kommen aus dem Topf des Verwaltungsabkommens Braunkohlesanierung. „Wir wollen, dass sich der Wasserwandertourismus in der oberen Spreeregion weiter gut entwickelt. Die vorhandenen Steganlagen haben auf Grund der hohen Eisenbelastung der Spree erheblich gelitten und müssen ersetzt werden“, sagt Ministerin Schneider.  Mit den Kosten wolle sie Spremberg nicht alleinlassen, „der Tourismus ist ein wichtiger Mosaikstein beim Strukturwandel in der Lausitz.“

 Die Spree zwischen der Landesgrenze zu Sachsen und der Talsperre Spremberg ist Teil des Wasserwanderreviers „Obere Spree“. Und Spremberg sei aus Sicht des Ministeriums in Potsdam besonders betroffen von der Eisenbelastung. Anders als Neuhausen/Spree und Cottbus nördlich der Talsperre profitiert Spremberg im Süden nicht von der Absetzwirkung der Talsperre Spremberg und ihrer Vorsperre.

Die aktuellen Stege wurden einst aus Kiefernholz gebaut. Die erhöhten Eisenschlamm-Ablagerungen führen zu stärkeren Verwitterungserscheinungen und damit zum frühzeitigen Verschleiß der Holzstege am Flusslauf.  Spremberg hat die Erneuerung der Stege in ihren Forderungskatalog notwendiger Kompensationsmaßnahmen für „Eine intakte Spree – Lebensqualität für Spremberg“ festgeschrieben und wird 14 Stege aus Kunststoff errichten. Kunststoff soll resistenter gegenüber der Eisenschlammbelastung und wartungsfreundlicher sein.

 Baufachbereichsleiter Gerd Schmiedel freut sich über den Zuwendungsbescheid. „Die Ausschreibungen sind vorbereitet, die Ausgaben eingeplant. Wir hoffen nun, die Stege wirklich noch in diesem Jahr erneuern zu können.“ Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 128 500 Euro. Das  Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung unterstützt den Ersatzneubau mit rund 111 600 Euro. Die Stadt Spremberg beteiligt sich mit knapp 17 000 Euro.