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Kleiner Erfolg für den Fischadler in Kahsel

Drieschnitz-Kahsel. Der nistende Fischadler in Kahsel hat dafür gesorgt, dass die Planer den Entwurf für den Bebauungsplan "Solarpark Kahsel" ändern mussten. Der Schutzabstand von 300 Meter rund um den Horst auf einem Mast der großen Freileitung musste eingehalten werden. Annett Igel-Allzeit

Die Greifvögel könnten in der Brut- und Aufzuchtzeit ihrer Jungen empfindlich auf Störungen reagieren, hatte der Jäger Andreas Wachtel befürchtet - das gelte besonders für die Bauzeit des Solarparks. Auch der Jäger selbst darf fünf Monate im Jahr im Umkreis des Horstes kein anderes Wild schießen, verdeutlicht Wachtel die strengen Schutzvoraussetzungen für die seltenen Fischadler. Falle über mehrere Jahre beispielsweise der Bruterfolg bei den Fischadlern aus, könne das die Population in Südbrandenburg schon beeinträchtigen, räumt das Planungsbüro Wolff ein. Einstimmig haben die Neuhausener Gemeindevertreter den neuen Bebauungsplanentwurf befürwortet. Die Bauverwaltung der Gemeinde Neuhausen hat den Entwurf und die Stellungnahmen noch einmal bis zum 11. August zur Einsicht ausgelegt.