| 17:10 Uhr

Döbern-Land
Klein Loitzer träumen von einem Spielplatz

Einen Spielplatz, wie er Ende 2017 in Hornow Vorwerk saniert und mit einem neuen Klettergerüst eingeweiht werden konnte, wünschen die auch die Klein Loitzer.
Einen Spielplatz, wie er Ende 2017 in Hornow Vorwerk saniert und mit einem neuen Klettergerüst eingeweiht werden konnte, wünschen die auch die Klein Loitzer. FOTO: Annett Igel-Allzeit / LR
Klein Loitz. Der Gemeinde Felixsee fehlt das Geld, um ihn zu errichten, stellt aber die Fläche.

(ani) Klein Loitz hatte einen Spielplatz im Dorf. Er lag am Rand des Parks, erzählen die Klein Loitzerinnen, die zur Felixseer Gemeindevertretersitzung gekommen sind. Der Spielplatz zerfiel, war wohl auch nicht mehr gefragt – und verschwand. Die Sitzung dauert nicht lang. Von 13 Gemeindevertretern sind nur sechs anwesend. Das reicht nicht für die Beschlussfähigkeit. Bürgermeister Peter Rabe (SPD) müsste die Sitzung nur eröffnen, um sie gleich wieder zu schließen. Doch die Mütter und Großmütter sollen sich nicht umsonst auf den Weg gemacht haben. Rabe eröffnet die Einwohnerfragestunde.

Ein neuer Spielplatz ist nicht zum ersten Mal Thema. Anja Saenger fragt, ob die Gemeindevertreter inzwischen Informationen zu den Grundstücken haben. Platz hätte der Spielplatz am Dorfladen. Auch eine Fläche am Sportplatz würde sich eignen. „Mit den Grundstücken gibt es keine Probleme“, so Rabe, „das Problem ist die Finanzierung.“ Der amtierende Amtsdirektor Mike Lenke, der für die Sitzung seinen Urlaub unterbrochen hat, bestätigt, dass das Amt keinen Spielplatz in Klein Loitz baut. „Also macht es die Gemeinde“, sagt Peter Rabe, „aber wir haben derzeit kein Geld dafür.“

Mit 25 000 bis 30 000 Euro ist für die Errichtung eines Spielplatzes durchaus zu rechnen. Neben den Geräten muss Fallschutz-Sand besorgt und nach dem Aufbau die TÜV-Prüfung bestanden werden.

Ein neuer Spielplatz lohnt sich. Rabe: „Wir haben in Klein Loitz 20 Kinder.“ Dazu kommen Kinder, die hier Großeltern besuchen, Urlaub machen. „Wir erwarten kein Wunder von der Gemeinde“, sagt Bianka Kunze. „aber wir können es gemeinsam auf den Weg bringen.“ Sie wollen an Sponsoren herantreten, haben mit der Feuerwehr gesprochen. Bianka Kunze versteht das finanzielle Problem: „Auch die Wartung später kostet Geld.“

Anja Saenger hofft für ihren Sohn: „Derzeit fahren wir zum Klettern nach Wadelsdorf oder machen an einem Spielplatz in Spremberg halt. Wir haben alle Spielmöglichkeiten auf dem Hof“, sagt sie, „aber wo lernen sich die Kinder unseres Dorfes kennen?“